Diverses Eine Hamburger Firma digitalisiert Norwegen

Lykke til! Norwegens Regierung will alles, was je auf Norwegisch gedruckt wurde, erhalten und nördlich des Polarkreises in einem Stollen tief in der Erde speichern. Dort scannen und frieren die Mitarbeiter von CCS bis 2015. impulse.de stellt die Hamburger Firma und neun weitere Projekte deutscher Mittelständler rund um den Globus vor.

100.000 Bücher der Nationalbibliothek
in Canberra, Australiens Hauptstadt,
werden digitalisiert. Wenn große Bibliotheken
der Welt, egal ob die der Unis Stanford
oder Harvard, die britische Nationalbibliothek
oder die Singapurs, Hollands, Norwegens,
Neuseelands oder die Library of
Congress in Washington, ihre Bücher für die
Nachwelt erhalten wollen, scannt CCS los. CCS steht für Content Conversion Specialists.

Die Hamburger treten vor Ort an,
übernehmen ganze Stockwerke, bauen ihre
Geräte auf, bleiben Jahre. Canberra ist ein
normaler Auftrag, der in Skandinavien
dagegen extravagant. Norwegens Regierung
will alles, was je auf Norwegisch
gedruckt wurde, erhalten und nördlich des
Polarkreises in einem Stollen tief in der
Erde speichern. Dort scannen und frieren
die Leute von CCS bis 2015. Knut Hamsuns
Epos „Hunger“ gibt es schon digital.

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impulse.de zeigt auf einer interaktiven Karte das Projekt der Hamburger und neun weiterer Mittelständler im Ausland:

Klicken Sie auf die Weltkarte: Auf den gelben Punkten erfahren Sie, welcher Mittelständler im jeweiligen Land aktiv ist. Mit einem Klick auf die gelben Linien sehen Sie, welche Distanz zwischen den Firmen in Deutschland und den einzelnen Projekten liegt. Wollen Sie sich auf der Weltkarte in verschiedene Richtungen bewegen? Nutzen Sie einfach das Navigationsfeld in der linken oberen Bildecke.


Made in Germany II auf einer größeren Karte anzeigen

Erfahren Sie mehr über die zehn Mittelständler:

Pelzer: Viva Mexiko

Tital: Feinguss in Japan

Hansgrohe AG: Ganz weit unten im Süden

TÜV Rheinland: Wo die Sonne brennt

Zarges: Alu nach Texas

Josef Gartner: Für Nighthawks

Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Pelzer: Viva Mexiko

Der Vertrag wurde von Menschen mit Atemschutzmasken unterschrieben, weil in Mexiko Mitte Mai noch Schweinegrippenalarm war. Aber jetzt gehört CarMex der deutschen HP Pelzer Group. In der CarMex-Fabrik in Los Reyes Acozac arbeiten 850 Mitarbeiter, die Textilteile für die mexikanische Autoindustrie, vor allem für VW Mexiko, fertigen.

Pelzer hatte vor dem Kauf 4300 Mitarbeiter in 37 Werken weltweit, produziert Hutablagen, Fußmatten, Kofferraumverkleidungen, Innenraumverkleidungen, Bodenisolierungen für VW, Ford, GM, BMW, Daimler, Opel, Chrysler, Toyota, Mazda, Hyundai und SAIC Shanghai, machte 2008 580 Millionen Euro Umsatz.

Jetzt kommen noch die 50 Millionen von CarMex dazu. Der Kauf gilt in der Branche als Zeichen, weil Pelzer CarMex von der belgischen Carcoustics-Gruppe übernahm. Die hat sich damit aus dem Teil des Marktes verabschiedet, Pelzer die Krise genutzt, sich besser aufzustellen.

Erfahren Sie mehr über die zehn Mittelständler:

Pelzer: Viva Mexiko

Tital: Feinguss in Japan

Hansgrohe AG: Ganz weit unten im Süden

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Zarges: Alu nach Texas

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Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Tital: Feinguss nach Japan

Jahrelang wurde verhandelt, jetzt geht es los. Tital, eine Firma mit 450 Leuten in Bestwig im Hochsauerland und das japanische Unternehmen NIDAK Seimitsu in Soma City in der Provinz Fukushima rücken zusammen. Die Japaner dürfen nun ein besonderes von Tital entwickeltes Alu-Feingussverfahren benutzen. Außerdem dient Seimitsu den Deutschen als Vertriebspartner für deren Feingussteile.

Die Deutschen helfen den Japanern beim Service für deren Kunden in Europa. Beide Firmen arbeiten vor allem für die Luftfahrtindustrie, aber auch für Rüstungsunternehmen, Maschinenbauer, Motorsport-Rennställe. Tital wurde 1994 gegründet, gehört heute dem Management, macht 50 Millionen Euro Umsatz. Das Guss-Verfahren, das Tital seit den 90er Jahren entwickelt hatte, sorgt dafür, dass weniger Fehlstellen im Alu entstehen.

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Pelzer: Viva Mexiko

Tital: Feinguss in Japan

Hansgrohe AG: Ganz weit unten im Süden

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Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Hansgrohe AG: Ganz weit unten im Süden

Die Australier und die Südafrikaner haben jahrelang Badezimmerarmaturen wie wild bestellt bei der Hansgrohe AG in Schiltach. Die Importeure down under verdienten gut am Zwischenhandel, und da dachten sich die Grohe-Leute im Schwarzwald, das können wir auch.

Seit Jahren wächst die AG vor allem im Ausland, 2007 war der Umsatz um 16 Prozent auf 660 Millionen Euro gestiegen, 80 Prozent davon machte Grohe im Ausland. Anfang des Jahres wurde die Auslands-Tochterfirma in Südafrika eröffnet, im Mai dann die in Australien, die 30te. Erster Kunde: Das neue Hilton South Wharf in Melbourne, ein Neubau mit 396 Zimmern und 26 Suiten nah dem hippen Viertel Docklands.

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Tital: Feinguss in Japan

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Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

TÜV Rheinland: Wo die Sonne brennt

Die Statistik sagt: In Arizona scheint 325 Tage im Jahr die Sonne, und zwar ordentlich. Also hat der TÜV Rheinland dort mit der Arizona State University ein gemeinsames Photovoltaik- Testlabor im Wüstenort Tempe errichtet. Es wird vor allem für die amerikanische Bundesregierung arbeiten.

Fünf Millionen Euro hat der TÜV Rheinland in das 3700 Quadratmeter große Labor und die 20000 Quadratmeter große Außenanlage investiert. Das Labor ist Teil eines Netzwerkes, das die Rheinländer in Deutschland, China, Japan und den USA aufgebaut haben. Im September soll ein weiteres in Taiwan dazukommen. Derzeit nutzen 70 Prozent aller Solarmodulhersteller der Welt Know-How des TÜV Rheinland. Dessen größtes Prüflabor für Module, das modernste der Welt, steht in Köln.

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Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Zarges: Alu nach Texas

Lange bauten zwei Brüder in
Weilheim, Oberbayern, zur Freude vieler
Hausfrauen Trittleitern aus Alu. Die Firma
kletterte auch hoch, hat heute 1600 Mitarbeiter,
320 Millionen Euro Umsatz, die
Hälfte im Ausland. Vor allem, weil Zarges
anfing, Leichtmetallteile für Flugzeuge und
Windkraftanlagen zu fertigen. Nun wird in
Amarillo, Texas, das neunte Auslandswerk
gebaut.

70 Meter lange Leitern für das
Innere der Türme, auf denen Rotoren
drehen, sollen dort hergestellt werden. Und
Aufzüge, Plattformen, winddichte Türen
für den Windenergiemarkt in Nordamerika.

Zarges fertigt auch die bei Handwerkern
beliebten Transportkisten. Aber nicht in
Nordtexas: In dem 7500-Quadratmeter-
Werk werden wegen des Riesenbedarfs nur
Innenteile von Windanlagen produziert.

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Josef Gartner: Für Nighthawks

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Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Josef Gartner GmbH: Für Nighthawks

Das Art Institute in
Chicago, dort hängt Edward Hoppers
Gemälde „Nighthawks“, wurde von Renzo
Piano umgestaltet und Ende Mai wiedereröffnet. Die Glas-und-Metall-Fassade
produzierte und installierte die Josef
Gartner GmbH aus Gundelfingen an der
Donau.

Museen sind für die 1300 Mitarbeiter
Routine. Im September 2008 gaben sie
der California Academy of Sciences in San
Francisco (auch Piano) ein neues Gesicht,
davor dem Royal Ontario Museum (Daniel
Libeskind) und der Art Gallery of Ontario
(Frank Gehry) in Toronto, 2007 dem New
Yorker MoMA. Auch Frankfurts Börsentower
hat eine Gartner-Fassade wie Türme
in Schanghai, Tokio, London und Macao.

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Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Bisher waren die
Megalogistiker Kühne + Nagel mit einem Lagerhaus samt
Logistikzentrum von 4000 Quadratmetern
ein großer Player am Hafen Antwerpens.

Seit ein paar Tagen hat die Spedition einen
neuen Terminal, eine 14.000 Quadratmeter
große Halle, direkt am Deurganckdock, wo
die ganz großen Containerpötte anlegen,
also am meisten Waren umgeschlagen
werden. Der Terminal hat modernste
Technik, Schienenanschluss und Kapazitäten,
um 18 Lastwagen gleichzeitig zu be- oder
entladen.

Was in Hamburg niemand
glauben will: Der belgische Hafen ist
Europas zweitgrößter, nur in Rotterdam
wird mehr umgeschlagen. Dennoch
ist der Terminal für Kühne+Nagel-Verhältnisse
ein eher kleiner: In Dubai steht eine
30.000 Quadratmeter große Halle
des Unternehmens am Hafen.

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Knauf: Gips in der Wüste

1977: Die bayerische Firma Knauf
baut für den algerischen Staat ein Gipswerk.
Übergibt es schlüsselfertig. 30 Jahre
später: Algerien bittet Knauf um Hilfe, weil
der Staatsbetrieb am Boden liegt.

Knauf
übernimmt die Hälfte der Firma, sorgt
dafür, dass die Qualität der Gipskartonplatten
wieder stimmt. Das Werk ist nach
einer Investition von 50 Millionen Euro auf
dem neuesten Stand der Technik.

Und:
Knauf hat in Oran eine Ausbildungsstätte
eröffnet. Dort werden Architekten, Ingenieure,
Handwerker mit „moderner Gipsputzplattentechnologie“
vertraut gemacht.

„Das sind unsere künftigen Kunden“, so
Albert Rolf Knauf. Algeriens Regierung bat
nun die Bayern, das Werk ganz zu übernehmen.
Knauf macht das diesen Sommer.

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Pelzer: Viva Mexiko

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Kühne + Nagel: Ganz grosse Halle

Knauf: Gips in der Wüste

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Eigenbrodt: Der Wetter-Zwerg

Ein Zwerg als Global Player: Mit 14 Mitarbeitern spielt die Eigenbrodt GmbH in der Weltliga der Wettermesstechnik.

Gerade installiert die Firma aus Königsmoor, dem 650-Einwohner-Dorf zwischen Hamburg und Bremen, in Busan eine Station für die Umweltbehörde Südkoreas.

Bisher nutzten vor allem Ämter, Universitäten und wissenschaftliche Institute in Europa und Amerika die Instrumente aus der Nordheide. Seit ein paar Jahren kommen Aufträge auch aus China, Korea und Saudi-Arabien. Die nächste Eigenbrodt-Anlage wird ab Ende des Monats in
der arabischen Wüste aufgebaut. Der Meteorologie- Markt ist eng: Neben Eigenbrodt gibt es weltweit nur drei Anbieter.

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