Diverses Ende der Heimlichkeit

Kontakte mit Journalisten waren für die meisten Mittelständler lange Zeit bestenfalls notwendiges Übel. Das hat sich geändert.

Am Anfang stand ein Erfolg: Zwei Großkunden hatte TTS Global Logistics 1998 gewonnen, auf einen Schlag wuchs das Transport­volumen um rund 20 Prozent. Dann aber zeigte sich, dass die Infrastruktur des Hamburger Dienstleisters an seine Grenzen stieß – was sich zu allem Überfluss in der Branche auch recht schnell herumgesprochen hat.

„Zwar haben wir die operativen Probleme rasch gelöst, aber der Image-Schaden war erst einmal da“, erinnert sich Marketing- und Kommunikationschef Werner Gliem.

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So war Öffentlichkeitsarbeit das Gebot der Stunde, als vor dreieinhalb Jahren Jens Meier als 20-Prozent-Gesellschafter und Geschäftsführer in das 1905 gegründete Familienunternehmen einstieg. Der neue Chef machte Gliem zum PR-Verantwortlichen, der seinerseits die Bremer PR-Agentur 3 F Kommunikation ins Boot holte.

Strategie: publizieren, was Kunden – international bekannte Markenhersteller – an dem 1200-Mann-Unternehmen schätzen. Botschaft: Wenn so renommierte Firmen gerne mit TTS arbeiten, muss TTS viel besser sein, als der ramponierte Ruf vermuten lässt.

Noch bis vor wenigen Jahren galt professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Domäne der Börsen-AGs und sonstigen kapitalmarktorientierten Konzernen. Je weniger über uns in der Zeitung steht, desto besser, so das Motto vieler Familienunternehmer. Heute indes zwingt der immer härtere Wettbewerb auch tradi­tionell verschwiegene Familienfirmen in die PR-Offensive.

Wer seine Marktposition halten oder ausbauen will, muss sich potenziellen Geschäftspartnern und Geldgebern als möglichst sympathisch, seriös, innovativ und erfolgreich darstellen. Soeben hat sogar der als extrem öffentlichkeitsscheu geltende Lebensmittel-Discounter Lidl den ersten Pressesprecher der Konzerngeschichte bestellt. Amtsinhaber: Thomas Oberle, zuvor zehn Jahre oberster Kommunikator bei Montagetechnik-Milliardär Reinhold Würth.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2006, Seite 58, nachlesen.

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