Diverses Epochale Reformen

Epochale Reformen

Immer wieder und zu Recht wird gefordert, in unserem überregulierten Land Gesetze mit einem automatischen Verfallsdatum zu versehen. Dass dies längst geschieht, und zwar unfreiwillig, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Gerade die großen Probleme des Landes sollen mit epochalen Reformen gelöst werden. Doch was da nach quälenden Konsensrunden bei Agenda 2010, Rente oder Gesundheit herauskommt, sind GmbH-Lösungen – Gesetze mit beschränkter Haltbarkeit. Nun steht die Entscheidung zur entschiedenen, dann flutbedingt verschobenen und nun vorzuziehenden zweiten Stufe der Steuerreform an. Ob sie kommt, entscheiden die linken Flügel der beiden großen Volksparteien. Doch auch wenn sie kommt, ist sie nur von bedingter Haltbarkeit. Denn sie macht unser Steuersystem mit jährlich fast 1000 Erlassen und 15000 Finanzgerichtsurteilen nicht einfacher, geschweige denn gerechter.

An profunden Vorschlägen zu einem radikal abgespeckten Fiskalsystem fehlt es nicht, zuletzt vom weitsichtigen Professor Paul Kirchhoff. Vier statt 36 Steuerarten, 21 statt 200 Paragrafen zur Einkommensteuer, ein Steuersatz oder ein Stufensystem und dafür der Wegfall sämtlicher Subventionen und Ausnahmetatbestände. Schon dämpfen die Politiker mögliche Erwartungen. Sie wissen, wie ihre Klientel reagiert. So lange bleibt den Unternehmern nichts anderes übrig, als ihre eigene Steuerreform zu machen. Mit einem Aktionsplan, den impulse in diesem Heft für Unternehmer, Vermieter und Kapitalanleger vorlegt.

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Diese Art kompakten, neuen und unmittelbar anwendbaren Nutzwerts sind Sie von impulse seit Jahren gewöhnt. Ein wenig stolz sind wir zudem darauf, mit Studien, Initiativen und unserer investigativen Berichterstattung den Politikern in Sachen Mittelstand heftig Dampf zu machen. Doch Stillstand ist Rückschritt. Das gilt auch für unsere redaktionelle Arbeit. Deshalb möchte ich Sie auf einige Neuerungen hinweisen, die wir ab dieser Ausgabe umgesetzt haben.

Im neuen Ressort »Finanzierung + Vorsorge« legen wir ein noch größeres Gewicht auf Themen rund um die Unternehmensfinanzierung. Eine zentrale Herausforderung für jeden Unternehmer. In Zukunft finden Sie zudem – noch mehr als bisher – nützliche Geschichten, die für Gründer und Jungunternehmer geschrieben sind. Denn wir sind der Meinung, dass gerade junge Selbständige Unterstützung brauchen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen mit der neuen Heftstrecke »Macher + Märkte« einen bunten Strauß aktueller Themen an, ohne auf die von Ihnen geschätzten »Macher des Monats« zu verzichten. Und last, but not least haben wir das Inhaltsverzeichnis und das Titelblatt attraktiver gestaltet. Wir danken vielen Lesern für ihre Anregungen und hoffen, dass wir Ihnen mit den Neuerungen noch bessere Impulse geben.

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