Diverses Erfolgsfaktor „Made in Germany“

In vielen Branchen lassen sich deutsche Fabriken gar nicht mehr rechnen. Oder vielleicht doch? impulse zeigt erfolgreiche Chefs, die auf konsequente Inlandsfertigung nie verzichten würden.

Flink, fast spielerisch ordnet der Arbeiter die Holzbretter in unterschiedlichen Größen auf dem Laufband. Dann ein Knopfdruck.
Sekunden später fahren hinter einer großen Scheibe drei Spritzdüsen gleichmäßig übers Holz, tauchen es in kräftiges Weiß. Weiter wandern die Platten in einen Trockenraum, aus dem sie nach 20 Minuten wieder herauskommen – bereit zur Montage.
Die hoch automatisierte Lackierstraße ist seit acht Jahren ein Herzstück der Produktion des Möbelherstellers Interlübke. Und Garant dafür, dass der Anbieter hochwertiger Kastenmöbel noch immer zu hundert Prozent in Deutschland fertigt.

„Die Anlage ist so flexibel, dass Kunden binnen einer halben Stunde das Holz in jeder Farbe ihrer Wahl haben können“, sagt Helmut Lübke, dessen ­Unternehmen seit Jahren gegen den Branchentrend solide wächst.

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Damit zählt Interlübke zu denjenigen Leuchttürmen des deutschen Mittelstands, die trotz irrwitzigen Kostendrucks immer noch (fast) ihre ganze Produktion in deutschen Fabriken fahren. Während das Gros der Wettbewerber vor allem für Verlagerung ins Ausland steht oder ganz verschwindet. Dies insbesondere in Bereichen wie Textil und Bekleidung, Unterhaltungselektronik, PC-Fertigung oder eben bei den Möbeln.

Dass es ganz anders geht, beweisen außer Interlübke Firmen wie Fernsehhersteller Loewe, Trikothersteller Trigema, Schreibgerätespezialist Lamy oder Gitarrenbauer Hoefner. Hochpreisige Positionierung, größtmögliche Kundennähe und Flexibilität, hohe Automation, erstklas­sige Zu­lieferer und Vertriebspartner, hoher Exportanteil, fairer Umgang mit Betriebsräten und Belegschaften – meist sind es diese Zutaten, mit denen die Produktion in Deutschland verkraftbar bleibt und sogar zum Erfolgsfaktor wird.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2006, Seite 54, nachlesen.

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