Diverses Erfolgsgeheimnis Weblogs

Erste Unternehmen haben die Wirkung von Online-Tagebüchern erkannt. impulse zeigt die Chancen für Marketing und wirkungsvolle PR.

Uiuiui und Jaaaaahhh. Yves Luther macht es Spaß, solche Buchstabenkombinationen in die PC-Tastatur zu hämmern. Nicht ohne Grund: Web-User stolpern über derartig unsinnige Buchstaben, werden neugierig und klicken auf seine Sites. Etwa zwei Stunden am Tag reserviert sich der Chef der Düsseldorfer Cross-Media-Agentur Ad-­and-­breakfast fürs Schreiben seiner beiden Firmen-Weblogs.

In diesen Online-Tagebüchern, kurz Blogs, textet er über neue Power-Books, das Innenleben von Spielkonsolen oder über die Form innovativer Logos. Sein Weblog kommt an: „Die Anzahl der Pageviews pro Tag ist seit Januar um ein Drittel auf über 300 gestiegen. Außerdem bekomme ich von jedem dritten Kunden positive Resonanz. Das nenne ich gute Kundenbindung.“

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Luther gehört in Deutschland zu den Weblog-Pionieren. „Denn anders als in den USA, wo Firmen schon seit einiger Zeit eigene Blogs betreiben und als Marketinginstrument einsetzen, beginnen deutsche Firmen erst jetzt, sich dem Thema Corporate-Blogging anzunähern“, bestätigt Martin Nitsche, Geschäftsführer der Dialogagentur Proximity.

Blogs werden sowohl von Privatleuten und Kunden als auch von Firmenchefs betrieben. In ihren Tagebüchern informieren sie zu den unterschiedlichsten Themen und Branchen. Jeder – ob Kunde oder Unternehmer – kann sich aber auch als Leser mit Kommentaren in den Blogs anderer Tagebuch-Betreiber zu Wort melden, auch in Firmen-Weblogs. „Deshalb schafft dieses neue Medium eine starke Kundenbindung zum Unternehmen“, erklärt Nitsche.

Derzeit gibt es rund 150.000 Weblogs in Deutschland. Täglich werden es mehr. Eine aktuelle Studie von Proximity – über 2700 Internet-User wurden befragt – kommt zu dem Ergebnis: Jeder zehnte deutsche Internetnutzer liest regelmäßig Weblogs. Und mehr als die Hälfte der User bildet sich hier eine Meinung über Produkte oder Firmen. Hinzu kommt: Die Blogs werden häufig von Meinungsmachern, zum Beispiel von Journalisten, gelesen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2005, Seite 68, nachlesen.

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