Diverses Erfolgsmodell mit Nebenwirkungen

Die Limited boomt, aber auch die GmbH macht sich fit für den Wettbewerb. So finden Sie die richtige Rechtsform für Ihr Unternehmen.

Seine Geschäfte laufen gut, die Zahlen stimmen. Alexander May führt seinen Betrieb seit zwei Jahren als englische Limited. „Die Gründung war schnell und einfach“, lobt der Elektromeister aus dem schleswigholsteinischen Mölln. „Auch im Tagesgeschäft komme ich bestens zurecht.“

Szenenwechsel: Werkzeughersteller Carsten Töbelmann aus Wagenfeld bei Osnabrück gehörte ursprünglich ebenfalls zu den Fans der englischen Rechtsform. Doch schon bald gab es Probleme: „Keine Bank wollte mir als Limited-Chef Kredit geben.“

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Limited oder GmbH – seit vier Jahren können Gründer und Unternehmer wählen, wenn sie die Firma als Kapitalgesellschaft führen wollen. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs macht’s möglich: Seit Ende 2002 müssen die deutschen Registergerichte auch Gesellschaftsformen aus EU-Ländern akzeptieren. Mit der Limited ist die Private Company Limited by Shares gemeint. Was sie be­sonders attraktiv macht: Der Fir­meninhaber braucht kein hohes Stammkapital. Seit dem Urteilsspruch aus Luxemburg ist die Anzahl der Limiteds in Deutschland sprunghaft gestiegen. Von damals 1600 auf heute über 40000 – so die allgemein anerkannte Hochrechnung aus einer Studie von André Westhoff. „Die englische GmbH ist offensichtlich das attraktivere Firmenmodell“, kommentiert Michael Silberberger. Er hat sie mit seinem Beratungsunternehmen Go Ahead, heute Tochterfirma der Foris AG, hierzulande populär gemacht.

Allerdings drohen auch Gefah­ren. So wie einst bei der GmbH & Co KG tun sich jetzt Geschäftspartner und Behörden mit der Bonitätsbeurteilung der Limited schwer. impulse zieht eine Zwischenbilanz: wie Limited-Unternehmer klarkommen, welche Kriterien bei der Wahl der Rechtsform wichtig sind, wie Berlin die GmbH modernisieren will.

Tatsächlich hat die Limited gegenüber der GmbH einige Vorteile: Unternehmer brauchen nur ein Pfund (1,50 Euro) Startkapital. Der Eintrag ins britische Handelsregister dauert nur wenige Tage. Der kostentreibende Gang zum Notar entfällt, sowohl bei der Gründung als auch etwa bei der Aufnahme neuer Gesellschafter. Das weiß Monika Demgen mit ihrem Bio-Supermarkt in Gräfelfing zu schätzen. Denn es gehört zu ihrem Geschäftskonzept, die Lieferanten zu binden – indem sie Mitgesellschafter werden. Demgen: „Hier ist die Limited erheblich flexibler und kostengünstiger.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2006, Seite 100, nachlesen.

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