Diverses Ermäßigte Umsatzsteuer auf Popcorn

Popcorn und Nachos sind als Fingerfood im Kino beliebt. Fraglich war aber, mit welchem Prozentsatz der Verkauf dieser Lebensmittel zu besteuern ist. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat diese Frage nun beantwortet.

In einem nun veröffentlichten Urteil hatte der BFH über die Frage zu befinden, ob der Verkauf von Popcorn und Nachos an der Kinokasse unter den regelmäßigen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent fällt oder der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent angesetzt werden muss (Az. V R 90/07). Entscheidend für die Beurteilung war, ob der Kinoverkauf als Lieferung von Leistungen oder als Dienstleistung anzusehen ist. Letzterenfalls wäre ein Steuersatz von 19 Prozent anzusetzen.

Der BFH nahm an, dass zwar das Erwärmen von Nachos und Popcorn eine Dienstleistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes darstellt (Az. V R 90/07). Darüber hinaus sei jedoch eine zweite Dienstleistung notwendig, um einen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu rechtfertigen. Diese zusätzliche Komponente könne laut Gericht beispielsweise darin liegen, dass der Anbieter Stühle und Tische zum Verzehr zur Verfügung stellt. Im vorliegenden Fall habe es jedoch keine Möglichkeiten dieser Art gegeben, die Kinobestuhlung allein reiche nicht aus. Die Richter kamen damit zu dem Schluss, dass das bloße Erwärmen von Popcorn und Nachos unter den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 Prozent fällt.

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