Diverses EU-Studie: Zu viele Regeln für deutsche Freiberufler

Werbeverbote oder Preisvorschriften dienen weder dem Verbraucher noch den Selbständigen. Behauptet jedenfalls eine Studie für die EU-Kommission. Die will jetzt handeln.

In einer Studie für EU-Wettbewerbs-Kommissar Mario Monti stellt das Wiener Institut für Höhere Studien fest: Selbständige wie Rechtsanwälte, Steuerberater und beratende Ingenieure unterliegen in Deutschland zu vielen Regeln. Zusammen mit Österreich, Italien und Luxemburg hat Deutschland europaweit die schärfsten Vorschriften für freie Berufe.

Zwar sei das Pro-Kopf-Einkommen in Ländern mit weniger Regulierung niedriger als der Schnitt, dafür seien aber die Gesamtumsätze der Branche höher. Erstmal gut für die Verbraucher. „Aber auch für Freiberufler wäre ein gesunder Wettbewerb vorteilhaft“, meint Wettbewerbshüter Monti. Sie wären dann besser in der Lage, ihre Dienstleistungen an den sich wandelnden Bedarf der Kunden anzupassen.

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Jetzt eröffnet die EU-Kommission ein Konsultationsverfahren, bei dem die jeweiligen Länder um Stellungnahmen zu ihren Regelungen gebeten werden. Bis Ende Mai erwartet Brüssel Antworten.

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