Diverses Falsch beraten? Geld zurück!

Der Dortmunder Steuerberater Klaus Rochels (Name geändert) hat seine Lesegewohnheiten geändert. Statt wie bisher morgens zu Hause den Lokalteil der Zeitung zu studieren, liest er zwischen Brötchen und Kaffee bereits die "FAZ". "Auf diese Lektüre darf ich nicht mehr verzichten", sagt er. Denn ein überregionales Blatt gehört ab sofort zur Pflichtlektüre aller Steuerberater.

Grund: Wer mögliche Änderungen der Steuergesetzgebung verpasst und deshalb falsch berät, muss für Schäden geradestehen. So
will es der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen
IX ZR 472/00).

Zeitungsmuffel unter den Steuerberatern sind indes nicht die Einzigen, die womöglich Lehrgeld zahlen. Bereits jetzt wickelt der Marktführer unter den Vermögensschadenversicherern für Steuerberater, die Gerling AG, mehrere tausend Fälle pro Jahr ab.

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Gerling muss derzeit bei jeder fünften
Police Schadenersatz leisten. Häufigster
Grund: In fast jedem zweiten Haftungsfall
(44,4 Prozent) haben die Berater lukrative Sparmöglichkeiten entweder völlig übersehen oder die Mandanten darüber nicht informiert.

Für Firmenchefs erhöhen sich mit den strengeren
Haftungsvorschriften die Chancen, schlechte Berater zur Kasse zu bitten. „Die Richter schrauben die Anforderungen an eine perfekte Steuerberatung immer höher“, beobachtet Jürgen Klass, Rechtsanwalt in München.

Patzt der Steuerexperte bei seinen
Empfehlungen, wird es teuer. Die
Schadenssumme hat sich in den vergangenen
zehn Jahren mehr als verdoppelt.
Sie beträgt derzeit im Durchschnitt
deutlich über 10.000 Euro.
Im spektakulärsten Fall ging es um
480 Millionen.

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Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 110, nachlesen.

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