Diverses Familienunternehmen sind auf Gesellschafterwechsel nicht vorbereitet

Familienunternehmen sind auf Gesellschafterwechsel nicht vorbereitet

Familienunternehmen sind auf Gesellschafterwechsel nicht vorbereitet

Die meisten Familienunternehmen haben keinerlei Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass ein Gesellschafter aussteigt.

Gut geführte Familienfirmen organisieren den Übergang auf die nächste Generation meist sehr sorgfältig. Steigt aber unabhängig vom Nachfolgethema ein Gesellschafter aus, agieren die Unternehmen oft hilflos, so das Ergebnis einer preisgekrönten Doktorarbeit von Matthias Redlefsen.

In Zusammenarbeit mit der WHU-Koblenz und der Bonner Intes Akademie für Familienunternehmen befragte der Berater 55 namhafte Firmen wie Bahlsen, Melitta oder Miele. Danach finden zwischen den Generationswechseln durchschnittlich 2,38 weitere Gesellschafterwechsel statt. Trotzdem gibt es für diesen Fall kaum professionelle Vorkehrungen, in machen Firmen wird das Thema regelrecht tabuisiert.

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Nur 7,3 Prozent der befragten Unternehmen haben eine Familienstrategie, um Ausstiege zufriedenstellend zu bewältigen. Mehr als die Hälfte aller Wechsel basieren auf Streit unter den Gesellschaftern, der dann in Flucht oder Rausschmiss mündet.

Daraus entstehen oft weitere Konflikte und Imageverluste. Vor allem Firmen, die von Geschwistern geleitet werden, tun sich mit dem Gesellschafterausstieg schwer. Sie befürchten nachteilige Auswirkungen auf die Beteiligungs-, Führungs- und Familienstruktur und zögern den letzten Schnitt daher so lange wie möglich hinaus.

Bevorzugtes Ausstiegsmodell ist das „Family Buyout“: Bei rund drei Vierteln aller Gesellschafterausstiege bleiben die Anteile in der Familie. Die Studie kostet 15 Euro und ist per E-Mail zu bestellen bei Intes oder per Telefon 0228 – 3678061.

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