Diverses Fantastische Gewinne

Finanzämter rechnen Unternehmer reich, um mehr Steuern zu kassieren. Wie sich Firmenchefs wehren.

Dass die Geschäfte in vielen
Branchen schlecht laufen,
scheint im Bundesfinanzministerium
noch nicht angekommen zu sein. Diesen
Eindruck vermittelt zumindest die
Sammlung neuer Kennzahlen, mit der
Berlin die Betriebsprüfer ausgestattet
hat. So sollen zum Beispiel Fachgeschäfte
für Textiloberbekleidung im
Durchschnitt einen Reingewinn von
zehn Prozent vom Umsatz erzielen.
„Völlig utopisch“, schimpft Hubertus
Pellengahr vom Hauptverband des
Deutschen Einzelhandels (HDE), „die
meisten Unternehmen sind froh, wenn
sie nicht in die roten Zahlen rutschen.“

Streit und Prüfungsstress in Betrieben
etlicher Branchen sind also
programmiert. Auslöser sind die „Gewinnrichtsätze“ der Finanzverwaltung
für kleinere und mittlere Firmen in
Einzelhandel, Handwerk und Dienstleistung.
Sie basieren auf Erfahrungswerten
der Steuerbeamten aus vorangegangenen
Betriebsprüfungen.

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Die Steuerprüfung ist meist schon
halb gelaufen, bevor die Finanzbeamten
überhaupt die Firma betreten. Bis
dahin haben sie die betriebswirtschaftlichen
Kennzahlen der Firma
längst gecheckt. Dabei stellen sie nicht
nur zusammen, was das Unternehmen
per Steuererklärung freiwillig an
Informationen herausrückt. Ihr
schärfstes Kontrollinstrument ist der
Branchenvergleich per Richtsatzsammlung.
Berater Stoffel: „Wer weniger
Gewinn macht als seine Konkurrenten,
muss mit unangenehmen
Fragen rechnen.“

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