Diverses Fest für Fantasie und Sinne

Das Sommerfestival "Laokoon 2006" im Kampnagel Hamburg präsentiert zehn international herausragende Theater- und Tanzproduktionen - darunter neun Deutschland-Premieren. Und zeigt damit die Vielfalt der Ansätze, mit denen neue Werke alter Bekannter, aber auch zahlreiche Neuentdeckungen die europäische Kulturszene bereichern.

Aus der Schweiz kehrt vom 24. bis 26. August mit Gilles Jobin einer der wichtigsten europäischen Choreographen nach Kampnagel zurück, der schon beim ersten „Laokoon“-Festival 2001 zu Gast war.

Die italienische Regisseurin Emma Dante, die derzeit als Shooting-Star der jungen
europäischen Regiegarde gefeiert wird, hat in „mPalermu“ eine Momentaufnahme aus dem Alltag einer sizilianischen Familie inszeniert, die im Netz jahrhundertealter Codes und Rituale gefangen ist – zu sehen am 25. und 26. August.

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Mit den Mitteln des Musiktheater erzählt der junge ungarische Regisseur Bélá Pinter in „My Mother’s Nose“ eine ebenso kuriose wie intelligente Geschichte über einen reichen Zwangsneurotiker (30. August bis 1.
September).

Die hochgelobte Vorstellung „Borrowed Light“ des finnischen Starchoreographen Tero
Saarinen zählt zu den größten Tanzwerken der letzten Jahre: Die Tero Saarinen Company
wechselt zu den Live-Gesängen der Bosten Camerata vom 31. August bis 2.
September zwischen magischen Licht- und
Schattenwelten, von filigranen Einzel- zu Gruppenchoreographien.

Ebenfalls am zweiten Festivalwochenende präsentieren die russischen
Theateringenieure der Gruppe „Akhe“ ihr neuestes Bildertheater-Spektakel „Faust3.
2360words“ – dem Hamburger Publikum sind sie noch durch ihr umjubeltes Gastspiel bei
„Laokoon 2004“ in Erinnerung.

Der kroatische Regisseur Branko Brezovec überrascht am letzten Festivalwochenende die
Zuschauer mit einem ungewöhnlichen Regiekonzept für Shakespeares „Timon von Athen“: Drei Ensembles (das Nationale Theater aus Bitola, das Laboratorio Nove aus Italien und das Turkish Theatre aus Mazedonien), drei Räume und drei Sprachen sorgen im Audimax der Universität Hamburg
vom 6. bis zum 8. September für ein ungewöhnliches.

Meister der Illuisonstheaters

Mit Philippe Genty zeigt „Laokoon 2006“ am 7. und 8. September einen weltberühmten Meister des großen Illusionstheaters, in dessen Inszenierung „La Fin des Terres“ sieben Schauspieler mit Puppen, Tanz, Objekten, Farben und Musik in die Gefilde des
Unterbewusstseins eintauchen.

Als Special Guest ist zum Abschluss des Festivals das Living Dance Studio aus Peking als eines der seltenen Beispiele für engagiertes zeitgenössisches Theater aus China zu Gast, das mit seiner Aufführung zugleich das Hamburger Festival „China Time 2006“ im September ankündigt (7. bis 9. September).

Abgerundet wird das Sommerfestival durch zahlreiche Live-Konzerte mit Hamburger Musiktalenten und Gästen aus dem In- und Ausland.

Laokoon-Karte

Mit der Laokoon-Karte zahlen Besucher für die Dauer des Kampnagel-Sommerfestivals den halben Abendkassenpreis – auch im Vorverkauf. Die Tickets können noch am Veranstaltungstag telefonisch reserviert werden und liegen dann an der Abendkasse bereit. Die Laokoon-Karte kostet 25 Euro.

www.kampnagel.de

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