Diverses Firmenchefs zahlen drauf

Prüfungsalltag in Deutschland: horrende Nachforderungen der Sozialkassen. Praktisch jeden Firmenchef kann es treffen.

Die Betriebsprüfer von der Rentenversicherung schlagen zu. Bei einem Fleischverarbeitungsbetrieb in Hessen verlangten sie rund 100.000 Euro Beiträge zusätzlich. Und ein Arzt aus Bayern musste 60.000 Euro nachzahlen. „Überrascht werden auch Firmenchefs, die überzeugt sind, alles richtig gemacht zu haben“, warnt Ines Schmid, Fachanwältin für Arbeitsrecht bei Rödl & Partner in Regensburg.

„Phantomlohn“ heißt die üble Falle. Angestachelt durch neue Urteile des Bundessozialgerichts wühlen die Kontrolleure Arbeitsverträge und Lohnkonten durch. Sie fahnden nach Löhnen und Gehältern, die unter Tarif liegen. Werden sie fündig, erhöhen sie fiktiv die Gehälter auf Tarifniveau und kassieren dafür Beiträge – oft sechsstellige Beträge. Das dürfen sie selbst dann, wenn Chef und Mitarbeiter sich über die Gehaltshöhe völlig einig waren. „So werden Unternehmen in die Enge getrieben“, empört sich Professor Fritz Wickenhäuser, Hotelier und Präsident beim Bund der Selbständigen in München.

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Das betrifft viele „Bündnisse für Arbeit“. Um Arbeitsplätze zu sichern, haben Firmenchef und Mitarbeiter Löhne und Gehälter unter Tarif vereinbart. Oft in Kooperation mit dem Betriebsrat. Dennoch pochen die Prüfer auf volle Abgaben. Wickenhäuser: „Dass sie so selbständige Existenzen gefährden, scheint die Kontrolleure nicht zu interessieren.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2005, Seite 110, nachlesen.

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