Diverses Firmenkauf: Jetzt preiswert einsteigen

Firmenkauf: Jetzt preiswert einsteigen

Firmenkauf: Jetzt preiswert einsteigen

In Wachstumsbranchen einsteigen, schneller an neue Technologien kommen oder ganz einfach Marktanteile zukaufen - wer jetzt Unternehmen oder substanzielle Beteiligungen erwirbt, stärkt sich für den Aufschwung.

Der Markt

Der Handel mit Firmen und Beteiligungen (M&A) kommt in Schwung. „Viele Deals werden jetzt eingefädelt'“ berichtet Xaver Zimmerer. „Nach zwei Flautejahren wird das M&A-Geschäft 2004 mindestens 20 Prozent zulegen.“ Die Erklärung liefert der Chef des renommierten Düsseldorfer Finanzmaklers Interfinanz gleich mit: Die Ertragsperspektiven in etlichen Branchen sehen wieder freundlicher aus. Dennoch sind die Preise noch außergewöhnlich günstig.

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„Etwa jedes vierte größere mittelständische Unternehmen will durch Übernahmen oder Beteiligungen wachsen“, bekräftigt Roland Pruss von Pricewaterhouse Coopers in Köln. Sie alle profitieren etwa von Problemen beim Generationswechsel im Mittelstand. Rund 50.000 Seniorchefs suchen einen externen Nachfolger, weil die eigenen Kinder für die Chefrolle (noch) nicht in Frage kommen oder dankend abwinken.

Die Finanzierung

Zu den erfreulichen Rahmenbedingungen für Firmenkäufer zählen überdies die niedrigen Kreditzinsen. Andererseits tun sich deutsche Großbanken angesichts immer neuer Pleiterekorde schwer, Mittelständlern den Kauf ganzer Firmen zu finanzieren. In diese Bresche springen etwa die Düsseldorfer IKB Deutsche Industriebank, vor allem aber ausländische Geldinstitute wie die niederländische ABN Amro Bank oder die Bank of Scotland.

Bei „kleineren“ Transaktionen (Firmen mit fünf bis zehn Millionen Euro Jahresumsatz) ziehen auch die Sparkassen mit. Meist finanzieren die Institute jedoch höchstens 50 Prozent vom Kaufpreis. Weitere Teile der Kreditsumme lassen sich als verbilligte Förderdarlehen beschaffen. Der Rest muss aus eigener Tasche kommen. Oder von Mezzanine- oder Eigenkapitalgebern.

Die Preise

Attraktive Firmen stehen aus den Bereichen Autozulieferer, Großhandel, Maschinenbau und IT zum Kauf. Der für die Preisverhandlungen maßgebliche Unternehmenswert bemisst sich nach den zu erwartenden Gewinnen – und zwar in Relation zur Rendite alternativer Anlageformen („Ertragswertverfahren“, sehr komplizierte Rechnung). Solide Anhaltspunkte für Firmen bis etwa 200 Millionen Euro Umsatz liefert indes eine stark vereinfachte Formel:

Die Faustformel

Mit dieser Rechnung finden Sie eine erste Orientierung für den Wert einer Firma: Durchschnittsgewinn der letzten drei Jahre vor Zinsen und Steuern (Ebit) mal Branchenmultiplikator.

Hier die Richtwerte für 14 wichtige Branchen:

Branche / Multiplikator

Automobilzulieferer / 5 bis 7
Bauunternehmen / 3 bis 5
Bauzulieferer / 4 bis 7
Blechverarbeitung / 4 bis 6
Catering / 4 bis 7
Chemie / 4 bis 7
Einzelhandel / 4 bis 8
Elektrotechnik / 5 bis 9
Großhandel / 3 bis 6
IT / 4 bis 8
Maschinenbau / 5 bis 7
Nahrung/Genuss / 5 bis 8
Reinigung / 4 bis 7
Textil/Bekleidung / 4 bis 7

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