Diverses Firmenpleiten verursachen im 1. Halbjahr Rekordschaden

Unternehmenspleiten im ersten Halbjahr 2002 haben in Deutschland einen Rekordschaden von gut 24 Milliarden Euro verursacht.

Dies bedeute einen Anstieg um mehr als zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Freitag in Köln mit. Dabei sei bereits im Gesamtjahr 2001 der bis dahin höchste Schaden aus Insolvenzen mit 32,3 Milliarden Euro entstanden. In diesem Jahr drohten voraussichtlich mehr als 40.000 Firmenpleiten.

Als Grund für die Pleitewelle nannte das unternehmernahe IW neben der Wirtschaftsflaute auch das 1999 geänderte Insolvenzrecht. Jetzt müssten die Unternehmen den Gang zum Konkursrichter schon frühzeitig bei bevorstehender Überschuldung antreten, ohne dass der Konkurs auch zwangsläufig das Aus für den Betrieb bedeute. Zwar beherrschten Insolvenzen bei Konzernen wie dem Medienriesen Kirch oder dem Anlagenbauer Babcock Borsig die Schlagzeilen. Rund 99 Prozent der Pleiten betrafen 2001 laut Institut aber Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern. dpa

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