Diverses Fiskus muss zuzahlen

Gute Nachricht für viele Steuerzahler: Sie können das Finanzamt künftig stärker an den Krankenkassenbeiträgen beteiligen.

Grandioser Etappensieg für den Frankfurter Steueranwalt Reinhard Patzina. Er darf höchstwahrscheinlich erheblich mehr Krankenversicherung bei der Steuer absetzen, als das Gesetz bisher erlaubt.

Der Jurist mochte nicht akzeptieren, dass er nur einen Teil der Beiträge abziehen konnte. Patzina: „Das ist ungerecht. Benachteiligt sind vor allem Familien mit Kindern.“ Der Anwalt ist Vater von sechs Kindern zwischen zehn und 28 Jahren.

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Für jeden Steuerzahler spannend

Also zog Patzina Ende der 90er Jahre in eigener Sache vor Gericht – und bekam jetzt beim Bundesfinanzhof (BFH) Recht. Der begrenzte Steuerabzug sei verfassungswidrig, be­fand das oberste deutsche Steuergericht (Aktenzeichen X R 20/04). Prompt setzten die BFH-Richter das Revisionsverfahren aus. Das letzte Wort hat nun das Bundesverfassungsgericht.

Das wird spannend. Nicht allein für Anwalt Patzina und seine Familie, sondern für alle Steuerzahler: Unternehmer, Freiberufler und Arbeitnehmer, Singles und Ehepaare. Sie können darauf hoffen, dass der Fiskus künftig weit mehr Beiträge mitbezahlt. Ob für die private oder gesetzliche Krankenversicherung, spielt dabei keine Rolle.

Weitere Infos

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2006, Seite 100, nachlesen.

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