Diverses Franz Marc – Die große Werkschau

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus München zeigt ab dem 17. September 2005 die größte Franz Marc Retrospektive seit der Franz Marc-Gedächtnis Ausstellung 1916. Zu sehen sind neben der beeindruckenden Anzahl von beinahe 100 Gemälden auch 145 Arbeiten auf Papier, Skulpturen sowie Kunstgewerbe.

Anlässlich des 125. Geburtstages von Franz Marc zeigt die Städtische Galerie im Lenbachhaus vom 17. September 2005 bis 8. Januar 2006 eine groß angelegte Retrospektive. Seit der umfangreichen Franz-Marc-Retrospektive von 1980, die ebenfalls im Lenbachhaus München stattgefunden hat, gab es keine Ausstellung mehr, die sich dem Gesamtwerk des Künstlers gewidmet hat.

Mit dem aktuellen Unternehmen verwirklicht das Lenbachhaus nach 25 Jahren, auf der Grundlage inzwischen gewonnener Erkenntnisse und auf dem heutigen Stand erweiterter internationaler Kontakte, erneut eine Gesamtausstellung zu Franz Marc. Damit setzt die Galerie auch ihren vielbeachteten Zyklus von Ausstellungen zu Künstlerpersönlichkeiten des“Blauen Reiter“ fort, die ihr seit der bedeutenden Schenkung von Gabriele Münter 1957 besonderer Auftrag und Verpflichtung sind.

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Bei den Vorbereitungen der Ausstellung konnten sich die Initiatoren auf die Ergebnisse der Arbeit am dreibändigen „Werkverzeichnis Franz Marc“ stützen. Durch diese Arbeit konnte eine neue und genauere Sicht auf Franz Marc (Foto rechts) gewonnen werden: Etwa ein präziser Überblick über seine künstlerische Entwicklung mit exakter Chronologie aller Werke, eine weitergehende Analyse bestimmter Werkgruppen und Motive sowie der Einflüsse, die Marc in ihnen aufgenommen hat.

Dabei konnten auch Ungenauigkeiten und Klischeebildungen korrigiert werden, die Marcs Werk im Laufe seiner Rezeption mehr als das anderer Künstler des „Blauen Reiter“ überlagert haben. Nicht zuletzt konnte durch die Arbeit am „Werkverzeichnis“ die Kenntnis über die Standorte sämtlicher
Werke, das heißt aller potentieller Leihgeber, mit in die Ausstellungsvorbereitungen einfließen.

Die Ausstellung wird mit 96 Gemälden und 145 Arbeiten auf Papier sowie einigen Skulpturen, Hinterglasmalerei und Kunstgewerbe die umfangreichste seit der großen „Franz-Marc-Gedächtnis-Ausstellung“ von 1916 sein. Auf dieser legendären Münchner Gedächtnis-Ausstellung bald nach dem Kriegstod des Künstlers im März 1916 konnten noch eine Reihe von Bildern gezeigt werden, die im 2.Weltkrieg zerstört worden sind.

Unter den gezeigten Ausstellungsstücken sind viele Hauptwerke, die zu Ikonen der modernen Kunst geworden sind – wie „Blaues Pferd I“ und „Blaues Pferd II“, „Die kleinen blauen Pferde“, „Liegender Hund im Schnee“, „Der Stier“ (Foto links), „Affenfries“, „Die Weltenkuh“, „Das arme Land Tirol“ oder „Kämpfende Formen“.

Weitere Informationen zu der Ausstellung mit zahlreichen Fotos sowie Eintrittspreise finden Sie unter www.franz-marc-2005.com.

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