Diverses Frauen nach vorne

Oft bleiben Frauen im Job hinter ihren Möglichkeiten zurück – das kann den Betrieb bremsen. Was Unternehmer tun, um weibliche Potenziale freizusetzen.

Dass Männer nicht per se tüchtiger
sind als ihre Kolleginnen, da sind sich die Experten ausnahmsweise einmal einig. Und dennoch: Nur 18 Prozent der Führungskräfte sind weiblich. Und im Schnitt verdienen Frauen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen, selbst bei vergleichbarem Job im selben Betrieb. Das hat eine Umfrage der
Hamburger Karriereberatung Personalmarkt
Services GmbH im Januar 2005 ergeben.

Was läuft schief? Honorieren und
befördern die Firmen- und Personalchefs
nach (frauenfeindlicher) Gutsherrenart?
Oder hat ein nicht unbeachtlicher
Teil der Frauen schlicht keine Lust auf Karriere, wie etwa Management-Autorin Barbara Bierach ketzerisch anmerkt.

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Vor zwei Jahren erregte die Journalistin Aufsehen mit ihrem Buch „Das dämliche Geschlecht“. Kernthese: Die meisten
Frauen planen ihre Karriere nicht
langfristig. Sie setzen von vornherein
auf das Endziel Familie statt Vorstand,
sind folgerichtig weniger geneigt, sich
in die Revierkämpfe der männlichen
Kollegen einzumischen. Oder Bestsellerautorin Getrud Höhler: „Wer aufsteigen will, wird aufsteigen“.

Die Wahrheit scheint in der Mitte
zu liegen. Dass talentierte Mitarbeiterinnen
immer wieder gegen Vorurteile
anzukämpfen haben, versteht
sich von selbst. Tatsächlich zeigen
zahllose Studien aber auch, dass sie
sich oft schlechter verkaufen, Verhandlungen
meiden und weniger selbstbewusst auftreten.

„Leider tragen Frauen selbst dazu bei, dass sie Nachteile erleiden“, schlussfolgert
Personalmarkt-Chef Tim Böger.
Dies schadet am Ende auch den
Firmen. Schließlich bleiben Teile der
Mannschaft hinter ihren Fähigkeiten
zurück. „Damit liegen ungeheure Potenziale
brach«, sagt Arnd-Diether Rösch, Geschäftsführer des Textilherstellers
Rösch GmbH in Tübingen.

Für seine Frauenförderung hat er diverse
Preise eingeheimst – sein Antrieb
ist der wirtschaftliche Erfolg: „Ich möchte auf das Know-how der Frauen nicht verzichten.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2005, Seite 68, nachlesen.

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