Diverses Freiberufler durch Steuerreform entlastet?

Was Finanzämter jetzt prüfen

Was Finanzämter jetzt prüfen

Durch die Gewerbesteuerreform zahlen manche Freiberufler sogar weniger Steuern, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung der Gewerbesteuer sieht vor, dass auch Selbstständige künftig die Kassen
der Kommunen auffüllen. Dennoch wird von den 1,1 Millionen
Freiberuflern in Deutschland voraussichtlich nur jeder Dritte künftig Gewerbesteuer
zahlen müssen, glaubt das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Dabei muss die Gewerbesteuer die Steuerlast von Rechtsanwälten, Ärzte oder freiberufliche Ingenieuren nicht unbedingt erhöhen. Laut einer IW-Musterrechnung führen Freiberufler bis zu einem Gewerbesteuerhebesatz von 400 Prozent sogar
geringfügig weniger an den Fiskus ab.

Anzeige

Bei einem zu
versteuernden Einkommen von 100.000 Euro etwa wären für sie nach
bisheriger Regelung im kommenden Jahr 27.633 Euro an Steuern fällig.
Bei einem Hebesatz von 400 Prozent hätte der Freiberufler nach der
Gewerbesteuerreform im Jahr 2004 dagegen nur 27.606 Euro an den
Kämmerer abzuführen.

Liegt der Hebesatz allerdings bei hohen 490
Prozent – wie etwa in Frankfurt am Main oder München – dann steigt
die Steuerlast gegenüber dem Status quo um etwa 10 Prozent auf 30.306
Euro. Grund: Freie Unternehmer dürfen
die tatsächlich gezahlte Gewerbesteuer bis zu einem Hebesatz von 380
Prozent von der Einkommensteuer abziehen und sich dabei
zusätzlich den zu zahlenden Solidaritätszuschlag verringern. Je
stärker der Gewerbesteuerhebesatz die 380-Prozent-Schwelle
übersteigt, desto weniger macht sich dieser Steuerabzug bemerkbar.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...