Diverses Freibeträge sichern

Der Bundesfinanzhof streicht Steuervorteile beim Verschenken von GmbH-Anteilen. Wie Sie und die Familie dennoch gewinnen.

Peter Weiss (Name geändert) hat ein Liquiditätsproblem. Rund eine halbe Million Euro muss der Unternehmer aus dem Münsterland jetzt ans Finanzamt überweisen. Grund: Er hatte seinem Sohn Geld geschenkt, und damit sollte der Junior eine Firma kaufen.

Mit dieser Transaktion wollte die Familie zugleich Schenkungsteuer sparen. Sie vertraute darauf, dass die günstigen Spielregeln für das Übertragen von Betriebsvermögen gelten. Doch das Finanzamt und schließlich auch der Bundesfinanzhof (BFH) machten einen Strich durch die Rechnung (Aktenzeichen II R 6/02).

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„Mittelbare Schenkung“ heißt der Dreh, den die Unternehmerfamilie nutzen wollte. Hier bekommen Sohn oder Tochter Geld von den Eltern, damit sie eine ganz bestimmte Immobilie oder Firma erwerben. Eine Gestaltung, die durchweg trefflich funktioniert und das Finanzamt richtig abhängt. Denn für Immobilien, ganze Unternehmen sowie Firmenanteile gelten besonders günstige Steuerwerte.

Extradreh bei Kapitalgesellschaften

Geht es dabei um Anteile an Kapitalgesellschaften, heißt es nach dem BFH-Urteil aufpassen. Damit die mittelbare Schenkung richtig funktioniert, müssen die Eltern an der Firma beteiligt sein, die Sohn oder Tochter kaufen sollen. Konsequenz: „Erst selbst einsteigen und dann Geld oder Kapitalanteile verschenken“, empfiehlt Irmtraud Wendland, Rechtsanwältin und Nachfolgeexpertin bei Junge, Schüngeler & Partner in Köln. Dieser kleine Schritt extra spart rasant.

Denn Betriebsvermögen ist bei der Schenkung- oder Erbschaftsteuer privilegiert. Reicht eine Familie Unternehmen oder Firmenanteile an die nächste Generation weiter, profitiert sie von 225.000 Euro Extra-Freibetrag. Hinzu kommt ein pauschaler Wertabschlag von 35 Prozent. Diese beiden Vorteile gelten, wenn die Eltern ihr eigenes Unternehmen abgeben (direkte Schenkung) oder den Kindern Geld zum Kauf einer ganz konkreten Firma in die Hand drücken (mittelbare Schenkung).

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 88, nachlesen.

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