Diverses Fremdgehen lohnt

Buchführung im Internet verspricht Firmenchefs geringere Kosten und viel Komfort. Was die Online-Angebote leisten.

Vertrauliche Daten außer Haus zu geben ist für Unternehmen eigentlich ein Tabu. Anders beim Architekturbüro Göhner & Schrade in Knittlingen nahe Pforzheim. Seit einem Jahr verbucht dort Mitinhaber Gunther Schrade sämtliche Einnahmen und Ausgaben über das Internet. Sicherheitsbedenken hat der Baumeister deswegen keine – im Gegenteil: „Wie beim Online-Banking werden die Daten verschlüsselt verschickt und im Rechenzentrum automatisch gespeichert. Das ist sicherer als im eigenen Büro.“

Computerleistungen per Internet wie Strom aus der Steckdose zu beziehen war eine bahnbrechende Idee der New Economy. Bislang konnten sich allerdings nur wenige Unternehmen für diese Methode erwärmen. Allenfalls bei der Auswertung von Kundendaten per CRM (Customer-Relationship-Management) fand der digitale Fernservice eine größere Anhängerschaft. Für die PC-Buchhaltung gilt hingegen noch immer: Programm und Daten bleiben auf der eigenen Festplatte. Allenfalls der Steuerberater oder der Betriebsprüfer dürfen an das Zahlenmaterial ran.

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Das dürfte sich bald ändern. Technologie-Analystin Melanie Henke von der Marktforschungsfirma So­reon Research hat nämlich ermittelt, dass mittelständische Firmen mit einer Online-Finanzbuchhaltung im Vergleich zur selbst installierten PC-Fibu 72 Prozent der Kosten sparen können. Henke: „Der große Unterschied ergibt sich aus dem Aufwand für die Administration, die Installa­tion und die Betreuung der Software. Diese Kostentreiber sind bei der Online-Nutzung bereits in der monat­lichen Gebühr eingerechnet.“

Service immer frisch

Hinzu kommt: Seit immer mehr Internetzugänge über schnelle DSL-Verbindungen laufen und nach einem Volumentarif abgerechnet werden, spielen die Kosten für die Datenübertragung nur noch eine Nebenrolle. Permanent online und ohne Gebührenticker im Nacken lassen sich in Ruhe Daten eingeben und auswerten. Denn: Auch bei hohem Beleganfall sind die Datenmengen einer Buchhaltung minimal, verglichen mit den Megabyte-Massen beim Überspielen von Musik- oder Videodateien.

Doch nicht allein die Kosten machen Fernsoftware attraktiv. Da sich der Anbieter um die Wartung kümmert, steht immer die aktuelle Programmversion zur Verfügung – wichtig gerade bei Finanzanwendungen. Die Firmen müssen sich somit nicht um Beschaffung und Installation kümmern.

Kostenvergleich zwischen Buchführung on- und offline

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 78, nachlesen.

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