Diverses „Führungskräfte finden und langfristig ans Unternehmen binden“

Die Zentrale von Osborn International ist im hessischen Burgwald, 45 Minuten von der nächsten Autobahnauffahrt entfernt. Für das Unternehmen ist es nicht leicht, gute Führungskräfte zu finden und langfristig zu halten. Osborn setzt darum auf betriebliche Altersvorsorge als Mitarbeiterbindungsinstrument.

Osborn International ist der weltweit größte Hersteller von technischen Bürsten und Oberflächenwerkzeugen. Die Osborn Gruppe versorgt Absatzmärkte in 90 Ländern und ist mit Produktionsstätten und Vertriebsorganisationen an zwölf internationalen Standorten präsent. In den USA arbeiten 300 Mitarbeiter, in einem Joint Venture mit einer chinesischen Firma ebenfalls, und 800 weitere Mitarbeiter sind über die anderen Standorte verteilt.

Die Unternehmenszentrale von Osborn sitzt im hessischen Burgwald – für Führungskräfte kein besonders attraktiver Ort, obwohl er idyllisch nahe dem Naturpark Kellerwald liegt. Doch die nächste Autobahnauffahrt ist 45 Minuten entfernt, das Städtchen Marburg mit seinen 80.000 Einwohnern 30 Kilometer. „Aufgrund unserer Lage fällt es uns nicht leicht, leitende Angestellte oder Fach- und Führungskräfte aus anderen Regionen Deutschlands auf Dauer an das Unternehmen zu binden“, erklärt Geschäftsführer Florestan von Boxberg. Osborn setzt darum in Deutschland seit rund fünf Jahren auf die betriebliche Altersvorsorge. Für die Mitarbeiter bietet sie die Einzahlung von Lohnteilen in eine Unterstützungskasse an. Vorteil: Auch Bonuszahlungen oder Lohnerhöhungen lassen sich in Altersvorsorge umwandeln. Führungskräfte setzen bei Osborn auf eine Direktversicherung plus Unterstützungskasse. „Allerdings ist sie an eine fünfjährige Anwartschaft gekoppelt, um die Mitarbeiterbindung zu stärken“, so von Boxberg.

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Früher gab es sowohl am Standort Großbritannien als auch in Deutschland die traditionelle Pensionszusage als Altersvorsorge für die Mitarbeiter. „Wir haben sie aber vor rund zehn Jahren geschlossen“, erklärt von Boxberg. „Es ist nicht sinnvoll, künftig Geld aus dem eigenen Cash Flow, also dem Geldfluss, zu nehmen, um längst ausgeschiedenen Mitarbeitern die betriebliche Altersvorsorge auszahlen zu können.“ Besser geeignet sei dagegen die Unterstützungskasse. „Die Mitarbeiter profitieren von der nachgelagerten Besteuerung. Und man fördert den Gedanken der Eigenverantwortung.“

Nur eine Ergänzung zur gesetzlichen Rente

Das funktioniere jedoch nicht bei allen Angestellten. „Die 20- bis 30-Jährigen wollen Karriere machen, ihnen muss man alternative Perspektiven aufzeigen: Gehaltssteigerungen oder Auslandseinsätze zum Beispiel.“ Doch ab Ende 30, wenn die Arbeitnehmer häufig Familie gegründet haben, dann bekommt die betriebliche Altersvorsorge eine enorme Bedeutung, weiß Geschäftsführer von Boxberg. Trotzdem: Alleine auf diese Vorsorge dürfe sich niemand verlassen. Sie sei nur als Ergänzung zu sehen zur gesetzlichen Rente und zur privaten Vorsorge. Florestan von Boxberg geht hier mit gutem Beispiel voran: Zusätzlich zur Pensionszusage seines ehemaligen Arbeitgebers, die bei Osborn International übernommen wurde, hat er schon vor langer Zeit Lebensversicherungen abgeschlossen.

www.osborn.de

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