Diverses Für Millionäre eine Frage der Ehre

Mit Golfen verdienen Tiger Woods & Co Millionen Dollar. Ausschließlich für die Ehre spielen sie alle zwei Jahre - aber mit enormem Einsatz.

Es ist der Traum jedes jungen Golfers: Einmal im Ryder Cup die Ehre seines Landes verteidigen. Mit 18,5 zu 9,5 Punkten schlugen 2004 die europäischen Underdogs die hoch favorisierten Golfer aus Amerika vernichtend – das schmerzt noch immer. Bei der 36. Auseinandersetzung, die vom 22. bis 24. September in der Nähe von Dublin stattfindet, wollen die Amerikaner endlich wieder siegen. Das wird nicht leicht. Teamgeist ist die Geheimwaffe der in der Weltrangliste wesentlich schlechter stehenden Europäer – und so haben sie sieben der letzten zehn Duelle gewonnen. Spieler wie der abgebrühte Schotte Colin Montgomerie und der wilde Spanier Sergio García brennen schon jetzt darauf, den US-Boys wieder ein Schnippchen zu schlagen.

Die Chancen für Spieler aus unserem Land stehen leider schlecht, und so bleibt Bernhard Langer, als hervorragender Captain von 2004, auf lange Sicht der einzige deutsche Teilnehmer. Die ersten zwei Tage spielen Zweierteams gegeneinander, am finalen Sonntag geht es dann Mann gegen Mann. Für jedes gewonnene Loch gibt es im Matchplay-Modus einen Punkt. Gespielt wird im hyperexklusiven K-Club in der Nähe der irischen Hauptstadt Dublin. Hier kostet die Vollmitgliedschaft 80000 Euro Aufnahmegebühr und jährlich fast 7000 Euro.

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In diesem Jahr wurde das Greenfee für den „heiligen“ Rasen auf 350 Euro erhöht – der Club ist trotzdem ausgebucht. Ach ja, Bermudas sind hier tabu – außer in Kombination mit kniehohen Socken. Hinter dem gesamten Projekt steckt der irische Unternehmer Michael Smurfit, der mit Pappe sein Geld verdient und viel davon in den Club steckt. Der Landsitz entspricht einer Fläche von 440 Fußballfeldern, das Hotel ist das einzige Fünfsterne-Plus-Haus der Insel. Die regulären Tickets für das Golf­ereignis sind längst ausverkauft. Eine irische Agentur hat jedoch noch einige exklusive Pakete: Fünf Übernachtungen im Viersterne-„Hilton“ mit
allen Transfers, die letzte Übungsrunde und sämtliche Matches live, die Eröffnungszeremonie und der Celebration Evening im K-Club sowie der Zugang zum exklusiven internationalen Pavillon sind ab 4180 Euro zu haben.

Weitere Artikel aus dem Ressort Privat können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2006, Seite 126, nachlesen.

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