Diverses Gastgewerbe steckt weiter in der Krise

Gegessen wird zuhause, im Urlaub gespart und Firmen kürzen bei Geschäftsreisen. Die Konjunkturflaute bekommt das Gastgewerbe deutlich zu spüren: Hotels, Pensionen und Gaststätten haben mit stark sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

Die gesamte Branche musste auch im Mai Einbußen von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Bei den Beherbergungsbetrieben sanken die Umsätze sogar um 8,7 Prozent, bei den Gaststätten um 5,5 Prozent. Die Zahlen sind bereits bereinigt um Preissteigerungen. Nominal sanken die Umsätze um 4,5 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Deutsche Hotel- und
Gaststättenverband (DEHOGA) mit einem Minus von nominal 5 Prozent.

„Im Prinzip setzt sich der Negativtrend fort“, sagte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin. Es gebe allerdings eine sehr unterschiedliche Entwicklung: Während der Business-Sektor mit Umsatzeinbrüchen von bis zu 25 Prozent leben müsse, sei die Situation in der Ferienhotellerie etwa an Nord- und Ostseeküste erfreulicher: „Die Leute sparen nicht am Urlaub, sondern höchstens im Urlaub“, sagte Hartges.

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In den ersten fünf Monaten des Jahres brach der Umsatz des Gastgewerbes gegenüber dem Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 7,0 Prozent ein. Schon die ersten drei Monate des Jahres hatten der Branche mit einem Minus von 6,9 Prozent das schlechteste Quartals-Ergebnis seit 2003 gebracht.

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