Diverses Gefahr und Chance von VoIP

Steigende Innovationsgeschwindigkeit und sinkende Preise sind derzeit kennzeichnend für den deutschen Telefoniemarkt. Die Prognosen über die Entwicklung von Voice over IP (VoIP) sind positiv. Eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte hat untersucht, welche Auswirkungen VoIP auf den deutschen Telekommunikationsmarkt kurz- und mittelfristig haben wird. Kernergebnis: Die Telefoniepreise werden weiter sinken.

Als kostengünstige Alternative zur Festnetztelefonie bietet die IP-Telefonie eine konkurrierende Plattform, die für Festnetzbetreiber die Gefahr von Margenverringerung und Verlust von Marktanteilen birgt. Internet Service Provider (ISP) erhalten durch VoIP das Potenzial zum Eintritt in den Telefoniemarkt. Für klassische Telefonieanbieter birgt VoIP die Gefahr, dass Gesprächsvolumen auf die VoIP-Plattform konkurrierender Anbieter abwandert. Diese Migration kann zur Gefährdung des gesamten Geschäftsmodells führen, so dass diese Anbieter alternative Strategien entwickeln müssen.

VoIP bezeichnet die Übertragung von Sprache via Internet Protocol (IP) über paketvermittelnde Datennetze. Dadurch lässt sich Sprachkommunikation als Dienstangebot über das Internet realisieren. Unternehmen haben so die Möglichkeit, Sprache und Daten in konvergenten Systemen zusammenzuführen. Für Endkunden bietet VoIP eine kostengünstige Alternative zum bisherigen Telefonnetz.

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Bisher nutzen rund 500.000 Kunden in Deutschland regelmäßig VoIP und
verfügen über installierte Hard- und Software.
Etwa 14 Prozent der deutschen Unternehmen setzen mittlerweile ebenfalls auf VoIP.
Marktuntersuchungen schätzen, dass das Marktvolumen für VoIP-Lösungen
in Deutschland bis zum Jahr 2007 auf 528 Mio. Euro ansteigen wird. Auch große europäische Ex-Monopolisten wie British Telecom, Deutsche
Telekom und France Télécom rechnen in den nächsten Jahren mit Umsatzausfällen in Milliarden-Höhe.

Deloitte geht davon aus, dass sich VoIP zunächst vorwiegend im Geschäftskundenmarkt verbreiten wird, da sich hier die Technologie schneller adaptieren lässt und Kosteneinsparungen im größeren Umfang realisiert werden können.
Zwar bestehen bei den Telekommunikations-Verantwortlichen laut Umfrage noch Vorbehalte gegenüber VoIP hinsichtlich Sprachqualität, Sicherheit und der anfallenden Neuinvestitionen, doch werden diese Risiken durch die Vorteile zukünftig mehr als aufgewogen.

Darüber hinaus lassen sich IP-Netze zukünftig einfacher konfigurieren und warten. Das
spiegelt sich beispielsweise bei einem Neuanschluss eines Teilnehmers wider. Bei VoIP kann sich der Teilnehmer mit einem beliebigen Netzanschluss verbinden, seine bisherige Rufnummer wird ihm automatisch zugeteilt. Ein langwieriges Einrichten des Arbeitsplatzes durch einen Systemadministrator ist somit nicht notwendig. VoIP zeichnet sich damit
durch eine hohe Flexibilität aus und unterstützt Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern,
virtuellen Teams und dezentralen Strukturen.

Voice over IP – Checkliste und Adressen

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