Diverses Gehalt nach Kassenlage

Wer seine Mitarbeiter am Erfolg beteiligt, ist nicht nur flexibler. Er kann sie auch zusätzlich motivieren. Welche Modelle es gibt und worauf es ankommt.

Die Mitarbeiter von Doris Entrup-Haselbach wissen genau, wie es um ihre Firma steht. „Täglich bekommen meine Leute Informationen darüber, ob wir unser Plansoll erreicht haben oder sogar darüber liegen“, berichtet die Geschäftsführerin der Doris Entrup-Haselbach GmbH & Co KG. Seit 1988 beliefert sie Bäckereien, Supermärkte und Großhändler wie Metro mit Tiefkühlbackwaren.

Doch der regelmäßige Blick auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen lässt nicht nur erkennen, ob die Arbeitsplätze gesichert sind. Er zeigt den Mitarbeitern auch, wie viel am Ende des Monats auf ihrem Gehaltszettel steht. Denn die Unternehmerin beteiligt alle 180 Beschäftigten am Umsatz. „Stimmen die Zahlen, erhalten die Arbeitnehmer eine variable Vergütung zusätzlich zum Grundgehalt“, so die 59-Jährige.

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Mit der erfolgsabhängigen Vergütung liegt die Firmenchefin aus Gevelsberg bei Hagen voll im Trend: Knapp zehn Prozent der Betriebe beteiligen ihre Mitarbeiter an der positiven Entwicklung, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg herausfand. „Die Extrazahlungen orientieren sich wahlweise an der Unternehmensleistung, am Ertrag, am Gewinn oder am Unternehmenswert“, erklärt Professor Hans-J. Schneider von der Nürnberger Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit mbH.

Wichtiger Wettbewerbsfaktor

Die Tendenz zum variablen Gehalt für alle Mitarbeiter nimmt weiter zu. „Die erfolgsabhängige Bezahlung ist für Firmen ein gutes Instrument, um sich im ständig verschärfenden Wettbewerb zu behaupten“, erklärt Christian Näser, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Kienbaum Management Consulting. Seine These: Mit-
arbeiter, die regelmäßig wissen, wie es um ihre persönliche Leistung, das Unternehmen und folglich auch um die variablen Gehaltsbestandteile steht, können oft noch zusätzliche, vorher ungeahnte Reserven mobilisieren. „Außerdem sind es vor allem die höher qualifizierten Arbeitnehmer, die sich für eine leistungsabhängige Vergütung interessieren“, erklärt der Gummersbacher.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2006, Seite 60, nachlesen.

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