Diverses Geht wieder: Mit Verlusten Steuern sparen

Zwei Entscheidungen des Bundesfinanzhofs machen Schluss mit dem Steuerwahnsinn der Lafontaine-Ära: Steuerzahler dürfen Verluste wieder voll mit Gewinnen und anderen Einkünften verrechnen.

Zwei Entscheidungen des Bundesfinanzhofs machen Schluss mit dem Steuerwahnsinn der Lafontaine-Ära: Steuerzahler dürfen Verluste wieder voll mit Gewinnen und anderen Einkünften verrechnen. So der Beschluss des obersten deutschen Steuergerichts (Aktenzeichen XI B 7/02 und XI B 76/02).

Konsequenz: Damit ist die so genannte Mindeststeuer vom Tisch. Davon profitieren vor allem Unternehmer, Freiberufler, Anleger und Vermieter. Sie dürfen seit 1999 zum Beispiel Verluste aus Mietshäusern nur bis zu 51500 Euro (Ehepaare bis 103000 Euro) Steuer sparend mit Gewinnen aus der Firma komplett ausgleichen. Höhere Verluste mindern die anderen Einkünfte nur noch zur Hälfte. Dies hält der Bundesfinanzhof für verfassungswidrig. Es sei denn, die Verluste seien allein durch Sonderabschreibungen entstanden, etwa seinerzeit für den „Aufbau Ost“.

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Das letzte Wort hat allerdings das Bundesverfassungsgericht. Bis dahin legen Unternehmer und Investoren gegen Steuerbescheide Einspruch ein, falls das Finanzamt Verluste nur begrenzt verrechnet. Und sie fordern die Behörde auf, über den Einspruch erst zu entscheiden, wenn der Spruch aus Karlsruhe vorliegt. Außerdem beantragen sie „Aussetzung der Vollziehung“ und ersparen sich so Steuernachzahlungen.

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