Diverses Geld gegen Rente

Vermögen an die Kinder weiterreichen und dafür Rente be­­­ziehen: Das beliebte Sparmodell rechnet sich nun öfter.

Der Bundesfinanzhof (BFH) weist übereifrige Finanzämter in die Schranken. Eltern dürfen Bares an die Kinder übertragen und dafür eine Rente vereinbaren, mit allen steuerlichen Vorteilen für die Familie – und jetzt selbst dann, wenn die Kinder mit dem Geld Schulden begleichen (Aktenzeichen X R 45/03). In solchen Fällen hatten sich die Beamten bislang gesperrt.

Mit diesem Urteil erweitert der BFH die Palette der Steuersparstrategien für Familien. Der Dreh: Ausnutzen der unterschiedlichen Steuerlasten von Eltern und Kindern. Das funktioniert, wenn dem besser verdienenden Nachwuchs Vermögen der Eltern gegen einen monatlichen Scheck übertragen wird. Den müssen die Eltern zwar versteuern, profitieren allerdings von Altersfreibetrag und geringerer Steuerprogression.

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Die Kinder hingegen dürfen die Zahlungen komplett bei ihrem Einkommen abziehen. „Also ein echtes Familien-Splitting mit einem ordentlichen Plus in der Kasse“, freut sich Heike Schwind, Steuerberaterin bei Ernst & Young in Stuttgart. Vorausgesetzt: Die Eltern trennen sich von einer so genannten existenzsichernden Wirtschaftseinheit oder finanzieren eine solche. impulse zeigt, worauf Fami­lien zu achten haben.

Schulden ablösen

Ein lehrreicher Fall: Damit die Tochter die Hypothek für ihr Einfamilienhaus teilweise ablösen konnte, überreichte eine Düsseldorfer Unternehmerwitwe ihr bare 50.000 Euro. Mit der Maßgabe, ihr lebenslang eine monatliche Rente von 325 Euro zu zahlen. Ein Jahr später ließ sie noch einmal ein Wertpapierdepot von über 100.000 Euro springen. Dafür wollte sie zehn Jahre 800 Euro im Monat sehen.

Beide Beträge konnten jederzeit angepasst werden – an die Bedürf­nisse der Mutter oder die finanziellen Möglichkeiten der Tochter (steuertechnisch: dauernde Last). In ihrer Einkommensteuer-Erklärung gab die Mutter Einnahmen in Höhe von insgesamt 13.500 Euro an. Die Tochter zog den gleichen Betrag von ihrem sonstigen Einkommen als Sonderausgaben Steuer sparend ab.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2005, Seite 158, nachlesen.

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