Diverses Gerichtsvollzieher in Rheinland-Pfalz am erfolgreichsten

In Rheinland-Pfalz arbeiten die Gerichtsvollzieher am effektivsten. Wie das Wirtschaftsmagazin für Unternehmer 'impulse' (Ausgabe 10/2005, EVT 22. September) berichtet, trieb jeder der dort tätigen 216 Gerichtsvollzieher im vergangenen Jahr im Schnitt 420.000 Euro ein.

In der von ‚impulse‘ veröffentlichten „Rangliste der Vollstrecker“ rangieren nach Rheinland-Pfalz die 561 bzw. 325 Gerichtsvollzieher Baden-Württembergs und Hessens jeweils mit einer Ausbeute von 410.000 Euro pro Kopf auf dem zweiten und dritten Platz.

Danach folgen Niedersachsens und Bayerns 420 bzw. 762 Gerichtsvollzieher, die im Schnitt pro Kopf 350.000 Euro einnahmen.
Auf den hinteren fünf Rängen der ‚impulse‘-Liste landeten die Länder Sachsen,
Thüringen, Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt: Während in Sachsen jeder der
215 Vollzieher 270.000 Euro einnahm, lag die Quote bei Thüringens 130 Gerichtsvollziehern
bei 250.000 Euro.

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Die 112 bzw. 286 Kollegen in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin erwirtschafteten im Schnitt 240.000 bzw.
230.000 Euro. Das Schlusslicht der Rangliste bildet Sachsen-Anhalt, wo die 158 Beamten mit 220.000 Euro pro Kopf nur auf gut die Hälfte der rheinlandpfälzischen Ausbeute kamen.

Walter Gietmann, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher
Bundes, begründet den geringeren Ertrag der Kollegen in den östlichen Bundesländern mit dem dortigen hohen „Anteil an Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern“.
Zudem führe das neu eingeführte Verfahren zur Restschuldbefreiung bei Privathaushalten dazu, dass die Gerichtsvollzieher nichts ausrichten könnten.

Bei den wohlhabenderen Schuldnern im Süden der Republik hingegen haben die Beamten ungleich mehr Erfolg: Laut Gietmann beeilten sich hier die Betroffenen, ihre Schulden möglichst schnell zu begleichen, da der Besuch des Gerichtsvollziehers vor allem in ländlichen Gebieten „als verheerender Makel“ gelte.

Für Rückfragen:
Carsten Prudent,
Redaktion ‚impulse‘,

Tel. 0221/4908-140

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