Diverses Geschäfte mit der Nostalgie

Vor über 20 Jahren verschwand das Sirup-Getränk Tri Top aus den Regalen der Supermärkte - bis es Dieter Schwarz, Chef des norddeutschen Handelshauses DS Produkte, im Mai 2003 wieder auferstehen ließ. "Der Konzern Unilever hatte die Markenrechte nicht erneuert, nach zehn Jahren waren sie verfallen", erklärt Marketing-Mitarbeiter Sven Lüdtke, "so konnten wir die Marke einfach neu anmelden."

Ein kluger Schachzug: Schon 2003 erzielte die neu gegründete Tri-Top GmbH aus Stapelfeld bei Hamburg
zehn Millionen Euro Umsatz mit dem Sirup aus der kegelförmigen Flasche.

Nostalgie-Produkte sind derzeit Verkaufsschlager und sorgen für starke Umsätze: „Die Menschen sind von Politik und Wirtschaft enttäuscht und
wenden sich altbekannten Produkten zu, die Vertrauen und Zuverlässigkeit symbolisieren. Daher ist Retro gefragt wie nie“, bestätigt Bernd Michael, Chef der Werbeagentur Grey.

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So setzen zahlreiche Firmenchefs auf den Retro-Trend: Die Zigarettenmarke Lucky Strike trumpfte Ende 2004 mit einer Kampagne aus dem Jahr 1916 auf. Creme 21 und Ahoj Brause füllen erneut die Regale. Retro-Möbel haben Hochkonjunktur. Und die Baumarktkette Hornbach bietet neuerdings Tapeten aus den 70er Jahren an.

Beim Geschäft mit Nostalgie-Produkten profitieren Firmen doppelt. Denn Markenbekanntheit fördert
nicht nur den Umsatz, sondern senkt auch die Kosten. „Wird eine alte Marke mit 20 Prozent Bekanntheitsgrad wieder belebt, sparen Unternehmen
bei der Markteinführung Millionen an Werbeausgaben“, weiß Michael.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2005, Seite 50, nachlesen.

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