Diverses Gewinne richtig exportieren

Bei internationalen Geschäften sind die Finanzbehörden besonders kritisch. Worauf es bei Investitionen im Ausland jetzt ankommt.

Ein Jahr nach der EU-Ost­erweiterung ziehen deutsche Firmen eine positive Bilanz: Die geplanten Umsätze und Kostenvorteile ließen sich meist auf Anhieb realisieren. Vielfach liefen die Geschäfte sogar deutlich besser als erwartet. Dies belegt eine Umfrage der Nürnberger Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner bei 325 mittelständischen Unternehmen.

Und auch die Perspektiven scheinen günstig: „Zwei von drei Firmenchefs sehen gute bis hervorragende Voraussetzungen dafür, ihre Investitionen in den Beitrittsländern zu steigern“, bestätigt Christian Rödl.

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Die Finanzverwaltung verfolgt das internationale Engagement indes mit Argusaugen. Vor allem, wenn deutsche Firmen vor Ort Tochtergesellschaften für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Vertrieb installieren. Im Visier der Steuerprüfer: die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen Mutter- und Tochterfirmen. Denn damit lassen sich Gewinne ins steuergünstige Ausland exportieren. Vor allem in die Steuerparadiese im Osten.

Um dies zu unterbinden, bürdet Berlin den Un­ternehmen Dokumentationspflich­ten auf – jetzt zusammengefasst in einem 30 Seiten starken Schrei­ben aus dem Bundesfinanzministerium (Aktenzeichen IV B 4 – S 1341 – 1/05).

Steuervorteile sichern

Auf diese Weise fordert die Finanzverwaltung umfassend Auskunft über Art, Inhalt und Umfang der Geschäftsbeziehung zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften. Zweck der Übung: Die Firmen sollen belegen, dass die internen Preise „stimmen“ – also in etwa den Preisen entsprechen, die fremde Geschäftspartner für vergleichbare Transaktionen vereinbaren.

Wer diese Spielregeln nicht beachtet, muss mit empfind­lichen Strafen rechnen. „Firmenchefs sollten jetzt checken lassen, ob ihr System der Verrechnungspreise vollständig, wirtschaftlich fundiert und damit steuersicher ist“, empfiehlt Gerhard Engler, Rechtsanwalt und Steuerberater bei der BDO Deutsche Warentreuhand AG in Frankfurt.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 92, nachlesen.

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