Diverses Gipfel der Weltliteraturen

Was haben Kicker und Dichter gemeinsam? Zum Auftakt des Fußball-Jahres 2006 zeigen prominente Fußballspieler und renommierte Gegenwartsautoren, dass das runde Leder auch in der Literatur eine Rolle spielt.

Eine Weltauswahl literarischer Spielmacher tritt in Berlin an, spielbegeistert im Gespräch über die verbindende Leidenschaft, den Fußball. In verschiedenen Formationen werden sich dreizehn Weltautoren mit der Faszination, den Ritualen, dem Symbolwert und der Ästhetik des Fußballs befassen, der Rolle des Spiels in den verschiedenen Kulturen nachgehen und so den Ball auf ihre Weise ins Rollen bringen.

Schon im Vorfeld, vom 19. bis zum 21. Januar 2006, wecken sie geistige Lust auf das Weltereignis des Sports, wenn sie im Dialog, im Streit der Meinungen und mit ihren Geschichten, mit Versen und Erzähltem, ganz eigene, literarische Spielzüge entwickeln.

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Als Auswahl vertreten sie die wachsende Gemeinschaft der intellektuellen Kicker, einen internationalen Club berühmter Namen. Per Olov Enquist und Henning Mankell gehören ihm ebenso an wie Franzobel, Hwang Chi-Woo und Burkhard Spinnen oder Javier Marías, Tim Parks und Ugo Riccarelli.

In ihrer Liga spielen sie zusammen mit Ryszard Kapuściński, Péter Esterházy, Thomas Hürlimann, Viktor Jerofejew und Calixthe Beyala. All diese Autoren zählen zu den großen Schriftstellern unserer Tage. Man kennt ihre Texte, man hat sie im Fernsehen oder bei Lesungen gesehen. Noch nie aber haben sie wirklich zusammengespielt. Zum ersten Mal überhaupt wird sie die Veranstaltung „Kopfballspieler. Ein Gipfel der Welt-Literaturen“, ein Sonderprojekt von André Hellers „Fussball Globus – FIFA WM 2006“, zusammenführen.

Den Auftakt bildet der Einlauf der Autoren am Donnerstagabend im Rahmen eines Empfangs für geladene Gäste. Am Freitag und am Samstag folgen Podiumsdiskussionen und Gespräche mit fußball- und literaturversierten Moderatoren. Am Samstagabend wird es zum Abschluss, vom Fernsehen übertragen, zur direkten Begegnung der Welt-Literatur mit dem Welt-Fußball kommen: wenn die Artisten des Wortes und die des Balls den Seitenwechsel versuchen.

Der Eintritt für das Museum beträgt drei Euro. Der Besuch der Veranstaltung selbst ist kostenfrei. Es ist kein Vorverkauf möglich.

Museum für Kommunikation

Leipziger Straße 16

10117 Berlin (Mitte)

Programm (PDF)

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