Diverses Gisela Schmalz – No Economy

"User finden gratis noch geiler als Geiz", hat Gisela Schmalz festgestellt. Für die Medienökonomin ist ausgemacht, dass dieser "Gratiswahn" das Internet zerstört.

Denn der Unwille der Surfer,
für digitale Güter zu bezahlen, schade
vor allem den Produzenten von journalistischen
Texten und Musik und führe
zu Monopolbildung. Verlagschef Hubert
Burda sieht bereits die Demokratie in Gefahr
und forderte in der „FAZ“ eine Beteiligung
der Verlage an den Umsätzen der
Suchmaschinen, um auch weiterhin Qualitätsjournalismus
und Meinungsfreiheit
gewährleisten zu können. „No Economy“
bietet einige grundlegende Fakten zur
Internetnutzung,
die Gisela Schmalz für
volkswirtschaftlich interessierte Leser
verständlich aufgeschrieben hat. Eine
Hilfe ist auch das angehängte Glossar,
das die wichtigsten Multimediabegriffe
erklärt.

Allein: Lösungen für das Dilemma
der Medien hat Schmalz in ihrem
Buch leider nicht parat. Unternehmen
bräuchten neue Geschäftsmodelle abseits
der Onlinewerbung, lautet ihr Fazit.
Als Beispiel nennt die Autorin „Open Innovation“,
bei der Nutzer ihre Ideen und
Kritik in die Entwicklung der Seite einbringen
können. An die Nutzer appelliert
sie, „strategisch statt intuitiv“ zu surfen,
große Anbieter zu meiden und kleinere
zu unterstützen – auch wenn das mit größerem
Aufwand oder Kosten verbunden
sein sollte.

Anzeige

No Economy – Wie der Gratiswahn das Internet zerstört,

Autor: Gisela Schmalz

Verlag: Eichborn, 224 Seiten

Preis: 16,95 Euro

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...