Diverses „Goldener Traum“ und andere Werke

Die Herbstauktion des Kölner Kunstauktionshauses Van Ham am 01. Dezember bietet unter den insgesamt 835 Losen ein echtes Highlight: das Gemälde "Rêve d'or" ("Goldener Traum") von Alexej Jawlensky. Die 1918 entstandene Variation wurde bereits 1920/21 im Palais Ectoral in Genf ausgestellt und findet für einen Schätzpreis von 100.000 Euro den Weg aus einer rheinischen Privatsammlung auf den Markt.

Und: Nach dem großen Verkaufserfolg eines Emil-Nolde-Aquarells in der Frühjahrsauktion ist mit „Blaue Akelei und gelbe Rosen“ wieder ein bezauberndes Blumenmotiv im Angebot – für einen Schätzpreis von 70.000 Euro.

Mit einer rund 140 Lose umfassenden Privatsammlung zeitgenössischer Kunst wird Part II der Auktion bestückt. Darunter finden sich Arbeiten von Andy Goldsworthy, James Turrell, Armando, Cornelia Schleime und insgesamt sieben Werke von Theodoros Stamos, den eine enge Freunschaft mit Mark Rothko verband. Herausragend sind drei Gemälde aus der Zeit von 1949 bis 1956 mit einer Taxe zwischen 15.000 und 60.000 Euro.

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Die Auktion besticht durch das umfangreiche Angebot an hervorragenden Arbeiten der Bildhauerkunst. Hier ist besonders der Bereich der Klassischen Moderne vertreten.
Fritz Klimsch ist mit einem Exemplar der „Kleinen Schauende“ (Taxe 15.000 Euro) und Ernst Barlach mit einem hervorragenden Guss des „Mann im Stock“ (Taxe 40.000 bis 50.000 Euro) vertreten. Mit einer wundervollen „Pietà“ von Georg Kolbe
wird der Bronzereigen fortgesetzt.

Im Bereich der Klassischen Moderne ist der wichtigste Vertreter der Kölner Progressiven Heinrich Hoerle mit dem „Blätterbild“ von 1928 vertreten, das bereits 1981 im Kölner Kunstverein ausgestellt wurde (Taxe 28.000 Euro). Von Emil Nolde ist ein zauberhaftes Aquarell im Katalog aufgeführt. Es stellt ein Blumenstilleben mit blauer Akelei dar und ist um 1935/40 entstanden (Taxe 70.000 Euro).

Unter den Zeitgenossen findet sich eine frühe Mischtechnik von Gotthard Graubner von 1963. Das Bild steht am Übergang der informellen Arbeiten zu seinen typischen Kissenbildern (Taxe 7.500 Euro). Auch Werke von Otto Piene, Heinz Mack und weiteren Künstlern der Künstlerbewegung ZERO werden, in Voraussicht auf die große ZERO-Ausstellung ab April 2006 im Düsseldorfer Kunstpalast, aufgerufen.

Gesteigertes Interesse einer internationalen Käuferschicht werden sicher folgende Werke wecken: Keith Harings Gouache von 1984 (Taxe 12.000 Euro), Ben Nicholsons Stilleben „green goblet & pears“ von 1958 (Taxe 11.000 Euro), Antoni Tapies, Gouache „Signe“ von 1982, (Taxe 33.000 Euro) sowie Vasarelys Ölgemälde „HEXA-TRI-C“ von 1963 (35.000 Euro).

Ein starkes Angebot bietet auch die Grafik-Abteilung – wie beispielsweise die komplette Goethe-Serie von Andy Warhol (Taxe 22.000 Euro) oder der Holzschnitt-Zyklus von Gertsch „Am Schwarzwasser“ (Taxe 7.500 Euro). Auch die klassische Moderne ist mit einem umfangreichen Angebot in diesem Segment vertreten, unter anderem mit einer hochwertigen Reihe an Picasso-Graphiken.

Weitere Informationen unter www.van-ham.com.

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