Diverses Große Gelegenheiten, große Gefahr bei Facebook

Gefällt mir: Immer mehr Unternehmen benutzen Facebook und Twitter als eine Möglichkeit, neue Kunden zu locken und alte Kunden auf dem Laufenden zu halten. Es ist aber schwieriger als viele Unternehmer denken, das Erfolgsrezept zu finden.

Seit Jahren bauen große sowie kleinere Unternehmen weltweit Facebook- und Twitter-Site, um Nutzen aus dem rasanten Wachstum der sozialen Netzwerke zu ziehen. Es gibt nun sogar riesige Internetkonzerne, die das Design und die Bauung von Facebook-Profilen von anderen Konzernen übernehmen.

Pagemodo ist einer dieser Konzerne, der Marktführer eigentlich. Einer Studie des US-Unternehmens zufolge hat ungefähr die Hälfte der kleinen Konzerne, die seine Umfrage beantwortet haben, einen Facebook-Auftritt gemacht. 43 Prozent sagte, die Facebook-Site habe mehr Verkehr als die offizielle Website des Konzerns. Die Statistik zeigt: Social Media werden auf dem Markt immer wichtiger.

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Einer der Hauptkonkurrenten von Pagemodo ist Buddy Media, zu dem Ford, Calvin Klein und General Electric unter anderem als Kunden zählen. Michael Lazelow, Gründer des Konzerns, sagte vor kurzem in einem Interview mit der BBC, Facebook-Auftritte seien ein perfektes Medium für Unternehmen, um sich mit ihren Kunden unterhalten zu können. Unternehmen seien natürlich nicht der Hauptgrund, warum Leute sich bei Facebook anmeldeten, sagte Lazelow. Aber unsere Lieblingsmarke, unsere Lieblingsprodukte, unsere Lieblingsfilme seien „alle ein wichtiger Teil unserer Leben und unserer Charakteren“.

Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke – wie die ganz neue Google-Plus – haben das Verhältnis zwischen Freunden, zwischen Verwandten, sogar zwischen Geliebten dramatisch verändert, das weiß jeder. Aber sie haben auch das Verhältnis zwischen Kunden und Unternehmen verändert. Die Kommunikation besteht nicht mehr aus der geschäftlichen Kommunikation der Werbungen und Aktionen.

„Menschen wollen ein Gefühl von Liebe, ein Gefühl von Gehörigkeit“, sagte Lazelow. „Sie wollen in eine Gemeinschaft einbezogen werden.“ Mit einem Facebook-Auftritt könne ein Unternehmen nun ein Teil dieser Gemeinschaft sein.

Eine Facebook-Site muss doch guter Inhalt und ein schickes Design haben, um Kunden zu locken. Ein gutes Beispiel eines wohl durchdachten Profils ist das des US-amerikanischen Audio-System-Herstellers Bose. Der Inhalt der Hauptseite besteht aus interaktiven Materiellen, Videos und eleganten Bildern der neuen Produkten. Man kann nicht anders als den ganzen Profil surfen und etwas auf den Weihnachtswunschzettel aufschreiben.

Stolpersteine für Unternehmen

Doch Unternehmer sollen darauf aufpassen, dass sie nicht zu kuschelig mit den Kunden werden, weil es auch Probleme damit geben kann. Die Bekleidungshauskette Peek & Cloppenburg hat in den letzten paar Tagen entdeckt, dass Facebook-Pages sehr peinlich sein können. Ein Kunde hat vergangene Woche auf der Pinnwand des Konzerns eine Beschwerde getippt – das Verfahren der „ruppigen über-alarmierten Wachleute“ am Ausgang des Hauses war ihm inakzeptabel. Sie hätten ihn und seine Frau wegen „Generalverdacht“ eingeschüchtert und herumgeschubst, behauptete der Kunde.

Das P&C-Team hat dann sofort versucht, seinen Ärger zu besänftigen und seine Beschwerden verschwinden zu lassen. Doch andere Kunden und Kundinnen hatten anscheinend ähnliche Erfahrungen im Kaufhaus gehabt und haben danach auch ihre Beschwerden auf die Pinnwand hinzugefügt. Bald gab es ungefähr 25 Kommentaren, unter anderem drei von dem P&C-Team, über das Thema auf der Wand der Kette. Die Lage wurde zum PR-Alptraum.

Obwohl es scheint, dass die Probleme endlich gelöst sind, lass jungen Unternehmern diese Geschichte eine Lehre sein. Die Kundennähe, die mit einem Facebook-Auftritt kommt und bestimmt ein Vorteil ist, hat aber auch seine Nachteile.

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