Diverses Gucci in Hochglanz

Audrey Hepburn, Grazia Patrizia oder Madonna - sie alle eint ihr Faible für das legendäre "GG". Nun hat die Modefirma Gucci ihr Archiv geöffnet und präsentiert die schönsten Bilder aus der 85-jährigen Firmengeschichte.

Trensenspange, Streifen und das doppelte G schmücken seit Jahrzehnten Stars und Sternchen, Prinzessinnen und Fürstinnen, Schöne und Reiche und solche, die es gerne wären. In dem opulenten Bildband „Gucci by Gucci“ sind die prominentesten Kunden abgebildet – natürlich stets mit einem Accessoire der Edelmarke. Dazu werden Anekdoten rund um Mode-Ikonen wie Lady Diana oder Amber Valetta erzählt, ohne die Gucci-Kreationen wie die „Bamboo Bag“ nicht zu einem Statussymbol geworden wären.

Die Geschichte des Modehauses dokumentiert die Vogue-Autorin Sarah Mower: Vor 85 Jahren eröffnete der toskanische Lederhandwerker Guccio Gucci in Florenz sein erstes Geschäft für handgefertigtes Reisegepäck. Er hatte einen Trend erkannt: Europas und Amerikas Hautevolee brauchte in der gerade anbrechenden Zeit der Luxusreisen edle und dennoch robuste Schrank- und Reisekoffer, Hutschachteln und Kosmetiktaschen.

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Der Erfolg sprach für die Entwürfe des Lederhandwerkers. Lords und Ladys, Geld- und Theateradel, Großindustrielle und Wirtschaftsmagnaten hatten scheinbar nur auf die mit Initialen und Wappen verzierten Kreationen gewartet.

In den 50er Jahren avancierte Gucci zum Lieblingslabel der Filmstars. Paparazzi lichteten Ingrid Bergmann, Ava Gardner, Grace Kelly, Ursula Andress, Sophia Loren und Liz Taylor mit den glamourösen Schuhen, Taschen und Accessoires ab. In den 60ern entdeckte Amerikas ehemalige First Lady Jackie Onassis die Marke für sich. Ihr widmete Gucci im Jahr 1996 eine eigene Linie mit Namen „Jackie O.“.

In den 70ern setzte Popsängerin Sister Sledge der Marke ein musikalisches Denkmal. Ein Jahrzehnt später entwickelte sich Gucci schließlich zum Statussymbol zweier Gesellschaftsgruppen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: Broker und Geschäftsleute stürmten mit den Gucci-Loafern die Wall Street und gleichzeitig gehörten die logo-beladenen Kreationen für die aufkommende Hip-Hop-Bewegung zur Standardausstattung.

Ende der 80er Jahre wurde es schließlich ruhiger um das „GG“. Nach einer mehrjährigen Durststrecke erhob dann Tom Fords Designs Gucci Mitte der 90er Jahre wieder in den Modeolymp.

Gucci by Gucci

Mit Texten von Sarah Mower

462 Seiten, 350 Fotos, gebunden im Schmuckschuber

Verlag: Collection Rolf Heyne

ISBN: 3-89910-340-8

Preis: 135 Euro

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