Diverses Gut entwickelt

Deutsche Unternehmen gelten als Ideenweltmeister. Doch aktuelle Studien belegen: Bei der Umsetzung bestehen Defizite. impulse zeigt, wie man Erfindungen zu Geld macht.

Deutschland, Land der Ideen. Unter diesem Motto heißen der Bundesverband der Industrie und führende deutsche Unternehmen wie Bayer, Adidas oder Deutsche Bank derzeit die Gäste der Fußball-WM willkommen. So will die Wirtschaft der Welt demonstrieren, was Deutsche alles erfunden haben, von der klassischen Musik über den Buchdruck bis zum Auto.

Auf ihrem „Walk of Ideas“ durch 365 deutsche Städte verschweigen die Aussteller ein Faktum allerdings geflissentlich: Für spektakuläre Entwicklungen wie Computer, Fax oder MP3-Player sind zwar Deutsche verantwortlich. Das große Geschäft damit machen aber hauptsächlich andere, allen voran die Amerikaner.

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Eigentlich erstaunlich, denn mit zwölf Prozent der international bedeutenden Patente belegen die Deutschen in der Statistik weltweit mit ­Japan den zweiten Platz hinter den USA. Und auch bei den Forschungsausgaben pro Kopf liegt die deutsche Wirtschaft nur knapp hinter den Schweden und den Amerikanern.

Doch was die erfolgreiche Markt­umsetzung eigener Ideen betrifft, besteht bei den deutschen Unternehmen Nachholbedarf. „Nur sechs von 100 Ideen werden ein Erfolg am Markt“, resümiert Professor Bernd Kriegesmann, Leiter des Instituts für angewandte Innovationsforschung an der Universität Bochum, das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter rund 100 Unternehmen.

Noch bedenklicher der Trend dahinter: Nach Erkenntnissen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sank die Quote der durch Innovationen erfolgreichen Unternehmen seit Ende der 90er Jahre von über 60 Prozent auf jetzt unter 50 Prozent. Und die Innovationsaufwendungen erhöhen sich in diesem Jahr gegenüber 2004 um gerade drei Prozent auf 103 Milliarden Euro.

Höchste Zeit also, das Innovationstempo der deutschen Wirtschaft näher zu beleuchten. Und nach mittelständischen Unternehmen zu forschen, die hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2006, Seite 60, nachlesen.

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