Diverses Guter Draht zum Bankberater

Guter Draht zum Bankberater

Guter Draht zum Bankberater

Kreditgespräche werden für Unternehmer immer wichtiger. Eine neue Website bereitet Firmenchefs auf das Gespräch mit der Hausbank vor. Dazu gibt es Tipps und Arbeitshilfen.

„Es ist eine Katastrophe“, stöhnt Carl-Dietrich Sander. „Wenn Mittelständler ihre Gespräche mit ihren wichtigsten Kunden und Lieferanten so schlecht vorbereiten würden wie die Gespräche mit ihrer Hausbank – sie wären längst vom Markt verschwunden.“

Unternehmensberater Sander muss es wissen. Seit mehr als 20 Jahren berät der Bankfachmann aus Neuss die Chefs von kleinen und mittleren Firmen in allen Fragen der Unternehmensführung. Zu Beginn jahrelang im Firmenkundengeschäft bei regionalen Banken, seit einigen Jahren als selbständiger Berater. „Kaum ein Mittelständler ist auf sein Bankgespräch vorbereitet“, so sein Resümee.

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Deshalb hat Sander jetzt zur Unterstützung der Firmenchefs die Website www.bankgespraeche.de eingerichtet. Dort erfahren Mittelständler, wie sie die Gespräche mit Banken und Sparkassen erfolgreich angehen können. Ein Stufenplan führt von der Bestandsaufnahme über die Gesprächsvorbereitung und -führung bis zur Nachbereitung des Bankgesprächs. Die wichtigsten Unterlagen, die Firmenkundenberater der Banken und Sparkassen sehen wollen, sind ebenfalls aufgelistet. Darüber hinaus können sich Mittelständler Checklisten und Arbeitsblätter herunterladen, um das Gespräch systematisch vorzubereiten.

Eine gründliche Vorbereitung wird immer wichtiger. „Basel II geht ja jetzt schon los“, beobachtet Carl-Dietrich Sander. Das heißt, die Banken richten sich bei ihrer Kreditvergabe schon jetzt nach den zu erwartenden schärfen Richtlinien. Auch wenn diese frühestens im Jahre 2006 in Kraft treten. Dann stellen die Firmenkundenberater im Kreditgespräch Fragen, auf die ein Handwerker oder Einzelhändler nur in den wenigsten Fällen vorbereitet ist. Fragen nach Geschäftsstrategie, Personalplanung oder mittelfristiger Finanzplanung. Themen, mit denen sich bis jetzt nur wenige Firmenchefs beschäftigen. Und da müssen sich Unternehmer auch auf unangenehme Fragen gefasst machen. Diese könnten beispielsweise so aussehen:

  • Haben Sie ein stichwortartig schriftlich festgehaltenes Unternehmenskonzept?
  • Welche Ihrer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter zählen Sie zu den Leistungsträgern, die das Unternehmen tragen, wenn Sie mal ausfallen?
  • Mit welchen Maßnahmen wollen Sie die Eigenkapitalquote in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen?
  • Welchen Finanzierungsbedarf sieht Ihre Liquiditätsvorschau für die nächsten sechs Monate voraus?
  • Welche Ergebnisse haben Ihre Nachkalkulationen im letzten Vierteljahr ergeben, welche Schlussfolgerungen haben Sie gezogen?

Für Firmenchefs geht es dabei nicht so sehr darum, noch um die letzte Prozentstelle hinter dem Komma zu feilschen. „Wichtiger ist, die Bank als Partner zu gewinnen, die in schlechten Zeiten nicht sofort aus Sorge um ihre Kredite den Geldhahn abdreht“, weiß Sander. „Wenn Sie beim Firmenkundenberater den Eindruck hinterlassen, dass Sie ihren Laden im Griff haben, dann steht ihnen die Bank auch in schlechten Zeiten hinter Ihnen“, macht der Unternehmensberater den Firmenchefs Mut. Mit der richtigen Vorbereitung ist das kein Problem mehr.

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