Diverses Hang zur Nadel

Ein Kölner Mittelständler sucht seit 22 Jahren nach dem perfekten Klang. Und investiert abertausende Euro in seine Musikanlage.

Der Tonarm senkt sich, lässt den Diamantkopf in die erste Rille gleiten, sein goldenes Gegengewicht hält ihn still. Dies ist der Moment,
in dem gewöhnliche Plattenspieler knacken. Nichts davon hier: nur das Räuspern der Zuhörer, während
sich der gläserne Plattenteller dreht.

Dann beginnt die Arie. Das Ärmchen zittert, die Lautsprecher schwingen, und auf einmal steht Maria Callas am Kamin. „Die Leute sitzen bei unseren Vorführungen auf der Stuhlkante“,
sagt Christof Heinrich. „Alles erklärt
sich dann von selbst.“

Anzeige

Für solche Momente lebt der 46-jährige Diplom-Mathematiker. Seine Musikanlage gilt ihm als Universalinstrument: Silbersand 901-Aktivboxen
des in der Hi-Fi-Szene hochverehrten Tüftlers Friedrich Müller. Burmester-CD-Spieler, Tuner von Restek.

Als Herzstück der Plattenspieler der Manufaktur Transrotor aus Bergisch Gladbach, Modell Connaisseur. Mit massivem Acrylglas-Teller,
schwarzer Basis und goldfarbenem
SME-Tonarm.

Im Alltag ist Christof Heinrich der Gründer und Chef der Kölner Pensionskasse, wo er Unternehmern
die Abwicklung der betrieblichen Altersvorsorge
verkauft – den Marktforschern von Towers Perrin gilt er gar als Kopf der „besten Pensionskasse
Deutschlands“. Sein wirkliches Leben aber gehört der Musik.

Er ist „Audiophiler“ mit einer Soundmaschine
für fast 60.000 Euro im Wohnzimmer. „Es ist schon ein Sündengeld“, sagt Heinrich. „Wir haben alles
nur nach dem Klang ausgewählt.“

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 132, nachlesen.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...