Diverses Härtere Gangart

Eine Studie zeigt, mit welchen Konsequenzen der deutsche Versandhandel auf die schlechtere Zahlungsmoral der Kundschaft reagieren will.

Kein Nachsehen mehr mit säumigen
Zahlern – selbst wenn es nur um ein paar Euro geht. Die Mehrheit der deutschen Versandhäuser (53 Prozent) will künftig kleinere Beträge von fünf Euro und weniger nicht nur anmahnen, sondern notfalls auch gerichtlich einfordern. Den schärferen Kurs gegen unzuverlässige Kunden zeigt das Ergebnis der Studie zum Forderungs- und Inkasso-Management, durchgeführt von der Hanseatischen Inkasso-Treuhand (HIT) und
der Nordsan Unternehmensberatung.

In Einzelinterviews wurden dazu Führungskräfte von 25 deutschen Versandunternehmen befragt. „Ein Grund für die zunehmende Härte bei ausstehenden Forderungen ist, dass
die Versandfi rmen ihre Kunden erziehen
und sich einen entsprechenden Ruf erarbeiten wollen“, erklärt HIT-Geschäftsführer Alexander
Steffani.

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„Langfristig soll das dazu führen, dass es gar nicht mehr zu diesen massiven Zahlungsverzögerungen kommt.“ Vor allem die Privatkunden bereiten den Managern
Kopfzerbrechen: Ein Drittel der befragten
Handelsexperten beklagt, dass sich die Zahlungsmoral dieser Käufer in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert hat. Für die Unternehmen sind die nicht bezahlten Mini-Rechnungen längst keine Peanuts mehr, da ihr Anteil am Gesamtvolumen gestiegen ist. Durch die Kaufzurückhaltung verzeichnen die Versandhäuser heute mehr Bestellungen
von unter 20 Euro als früher. Bei einigen beträgt die Ausfallquote, laut Studie, bereits fünf Prozent des Umsatzes.

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