Diverses Hasardeure oder Weichensteller?

Hasardeure oder Weichensteller?

Hasardeure oder Weichensteller?

Eine Studie der Universität Hohenheim hat das Selbstverständnis junger Unternehmensgründer aus High-Tech-Branchen untersucht.

Junge Unternehmer fühlen sich missverstanden. Gründungsunternehmer in den neuen High-Tech-Branchen – das steht in der Öffentlichkeit für jung, dynamisch und erfolglos. Nicht gewürdigt wird der Verdienst, die Wirtschaft durch unzählige Initiativen und Innovationen neu belebt zu haben.

Das glauben zumindest zwei Drittel aller Gründungsunternehmer in einer Studie des Institutes für Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim. Darin untersuchte der Soziologe Eugen Buß, wer die Manager der New Economy sind, was sie bewegt, wo sie ihre persönlichen Schwächen und Stärken sehen. Befragt wurden Vorstände und Gründer aus den Zukunftsindustrien Biotechnologie, Medien und Internet.

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Die Kritik der Öffentlichkeit an ihrem Berufsstand akzeptieren die Manager nur zum Teil. Kaum einer der Befragten bestreitet, dass handwerkliche Fehler begangen wurden. Was aber in der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet wird, sei die eigentliche Leistung der neuen Gründer: Nämlich der Versuch, als pionierhafte Jungunternehmer aus einem jahrzehntelang gültigen Schema auszubrechen und der Wirtschaft neue Impulse und eine neue Dynamik verliehen zu haben.

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Klassische Tugenden wie Disziplin, Pflicht und Verantwortungsbewusstsein sind für 75 Prozent der Befragten die wichtigsten Leitideen. Selbstverausgabung ist ein Stück ihres Selbstverständnisses. Spaß zu haben steht dagegen erst auf einem der hinteren Plätze der wichtigsten Motivationsquellen. Überdurchschnittlich viele haben eine Ausbildung an einer internationalen Eliteuniversität absolviert.

Die jungen Pioniere sind risikofreudig. Sie schätzen Eigenständigkeit, Unabhängigkeit, Wagnisfreude und Selbstverantwortung. „Was sie kennzeichnet, ist ein tiefes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sich Neues vorzustellen und umsetzen zu können“, so Eugen Buß von der Universität Hohenheim.

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