Diverses Hauptsache, einfach

Die leichte Bedienbarkeit von Handys und mobilen Services wird für immer mehr Verbraucher zum wichtigsten Kriterium für die Qualität und damit den Kauf. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Expertenumfrage, die der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Forum e.V., durchgeführt hat.

Der heutige Verbraucher kauft ein Handy, Smartphone oder Service nur, wenn er mit der Bedienung klarkommt, meinen fast zwei Drittel (64 Prozent) der von eco befragten Fachleute.

Mehr als 90 Prozent der Experten haben erkannt, dass die Verbraucher längst nicht alle Funktionen der Geräte oder Dienste nutzen – aus Angst davor, etwas „kaputtzumachen“ und versehentlich
verstellte Einstellungen nicht mehr rückgängig machen zu können.

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„Weniger ist oft mehr“, rät Dr. Bettina Horster,
Vorstandsmitglied der VIVAI Software AG und Vorsitzende des eco-Arbeitskreises M-Commerce, den Anbietern von Handys, Smartphones und mobilen Diensten zur Zurückhaltung beim Funktionsumfang.
„Immer mehr Verbrauchern wird klar, dass eine Funktion, die sie nicht verstehen, für sie nutzlos
ist.“

Der Verbraucher erwartet heutzutage eine intuitive Bedienbarkeit, ohne zum Handbuch greifen zu müssen, analysieren 90 Prozent der
Experten. 36 Prozent raten zur Trennung von Anfängermodus mit Schritt-für-Schritt-Erklärung und Expertenmodus zur raschen Bedienung
etwa durch Abkürzungen oder Tastenkombinationen.

29 Prozent derFachleute empfehlen dringend einen Hilfemodus, der die Funktionen erklärt (vergleichbar der F1-Taste am PC). Ein interaktives Lerntool wie etwa die Büroklammer von Microsoft Office halten hingegen nur 11
Prozent der Experten im mobilen Einsatz für sinnvoll.

Wichtig für die Akzeptanz beim Verbraucher ist nach Erfahrungen der Fachleute, dass bestimmte Standardfunktionen jederzeit leicht erreichbar sind. Dazu gehören unter anderem „vorherige Funktion/Taste rückgängig machen“ (79 Prozent), „Zurücksetzen in den Ursprungszustand“ (75 Prozent) und „Auswahl der Standardeinstellung“ (39 Prozent).

Den größten Nachholbedarf in Sachen Bedienbarkeit sehen die Fachleute bei Handys (50 Prozent), Taschencomputern (43 Prozent) und Smartphones (39
Prozent). 57 Prozent entdecken den Nachholbedarf indes weniger bei den Geräten als vielmehr bei den Anbietern der mobilen Datendienste.

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