Diverses Hoechst geschickt

Den Joint-Venture-Partner ausbezahlt, die Familienfirma zur AG verwandelt und erfolgreich an die Börse gebracht: Peter-Alexander Wacker ist der Familienunternehmer des Jahres 2006.

Bei der Begegnung mit Peter-Alexander Wacker bleibt einem gar nichts anderes übrig: Man muss aufschauen zu diesem Mann. Mit 1,97 Meter Körpergröße ist er in der Tat eine herausragende Persönlichkeit.Doch nicht nur im Hinblick auf seine Körpermaße. Der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns Wacker AG hat seinem Unternehmen in den letzten drei Jahren eine grundlegende Neuausrichtung verordnet. Als exponierter Vertreter des Wacker-Fami­lienclans hatte er dabei vor allem eins im Auge: das traditionsreiche Unternehmen auf eine langfristig tragfähige neue Basis zu stellen. „Wenn die kommende Generation später einmal sagt, dass diese Weiterentwicklung des Konzerns nach 90 Jahren gut war, habe ich alles richtig gemacht“, sagt der 55-Jährige in der ihm eigenen eher bescheidenen Attitüde.

Für diese wegweisende unternehmerische Leistung proklamieren ihn die Intes-Akademie für Familienunternehmen und impulse zum „Familienunternehmer des Jahres 2006“. Intes-Chef Professor Peter May: „Wacker hat vorgeführt, wie eine Familie mit Geschick und Hartnäckigkeit ein Unternehmen zurückgewinnt und auf einen erfolgreichen Wachstumskurs führt.“

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Die heutige Wacker AG wurde 1914 von Alexander Wacker, dem Urgroßvater des aktuellen Vorstandschefs, gegründet. Hätte es damals schon den Intes/impulse-Familienunternehmer-Award gegeben, der Urahn wäre sicher ein Kandidat gewesen. Immerhin befand sich das Deutsche Reich im Krieg, immerhin war Alexander Wacker bereits 68 Jahre alt – und hatte dennoch den Mut, eine unternehmerische Karriere zu beginnen. Weil er von der Durchschlagskraft seiner Geschäftsidee – Karbid als Energiespeicher – überzeugt war. Bis 1922 führte Alexander Wacker sein Unternehmen noch. Doch es dauerte bis 1996, ehe mit Peter-Alexander wieder ein Spross der Familie in die Geschäftsleitung der Wacker Chemie GmbH eintrat und später – 2001 – den Chefsessel einnahm. Und damit eine tief greifende Veränderung des Unternehmens einleitete: An deren (vorläufigem) Ende steht heute eine neue Eigentümerstruktur, eine neue Rechtsform und eine Performance im Markt, der das Unternehmen in den 90er Jahren und der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts oft erfolglos nachstrebte. Dass es derzeit kraftstrotzend und mit einem gehörigen Selbstbewusstsein dasteht, ist maßgeblich ein Erfolg von Peter-Alexander Wacker. Seine Strategie der Kostensenkung plus Konzentration auf fünf Kerngeschäftsbereiche trägt reiche Früchte.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2006, Seite 62, nachlesen.

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