Diverses Höhere Steuern in Sicht

Doch Berlin gewährt überraschend Aufschub. Letzte Chance für Zauderer.

Unternehmerfamilien müssen deutlich höhere Steuern einkalkulieren, wenn sie demnächst den ganzen Betrieb oder Firmenanteile an die nächste Generation weiterreichen. Das zeigt der Gesetzentwurf, den die Bundesregierung Ende Oktober verabschiedet hat. Wie geht es jetzt weiter?

Bundestag und Bundesrat warten ab, bis Ende 2006 oder Anfang 2007 das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorliegt. Die neuen Vorschriften sollen dann rückwirkend zum 1. Januar 2007 gelten. Sie werden voraussichtlich aber erst im Frühjahr verabschiedet. Bis dahin können Unternehmerfamilien entscheiden, ob sie für anstehende Nachfolgeregelungen altes oder neues Recht wählen wollen – letzte Chance für Nachzügler.

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Deshalb: Verträge vorbereiten. Damit man sofort handeln kann, wenn klar ist, wie die neuen Steuerregeln genau aussehen. Eine Modellrechnung aus dem Finanzministerium belegt, wie teuer es werden kann: Bei einem Wert des Betriebsvermögens (Eigenkapital) von 941.000 Euro steigt die Schenkung- oder Erbschaftsteuer von bisher 30.000 Euro auf 140.000 Euro. Sie wird allerdings zinslos gestundet und schließlich vollständig erlassen. Vorausgesetzt, der Betrieb wird mindestens zehn Jahre in einem „vergleichbaren Umfang“ fortgeführt. Heißt: „Im Kern müssen damit auch die Arbeitsplätze erhalten bleiben“, erklärt Finanzminister Peer Steinbrück.

Weitere Artikel aus dem Ressort Steuern können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2007, Seite 106, nachlesen.

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