Diverses Hommage an ein Genie

Vor 250 Jahren, am 27. Januar 1756, wurde Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren. Anlass für die Alte Oper Frankfurt, vom 26. bis 29. Januar 2006 "Ein Fest für Mozart" zu veranstalten.

Immerhin wurde das einstige Opernhaus 1880 mit Mozarts Don Giovanni eröffnet, schmückt eine Skulptur des Wiener Klassikers noch heute den Balkon des Hauses und trägt einer der beiden Veranstaltungs-Säle der Alten Oper seinen Namen.

So facettenreich sich heute Leben und Werk des oft als „Überirdischen“ bezeichneten Künstlers darstellt, der Schwärmern zufolge nicht von dieser Welt und nur ein Gast auf Erden war, so unterschiedlich sind auch die fünf Veranstaltungen, mit denen die Alte Oper Frankfurt Wolfgang Amadeus Mozarts gedenkt.

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Zum Auftakt stellt das „Ensemble Modern“ am Donnerstag, 26. Januar 2006, ab 20 Uhr zwei Werke Mozarts (das „Adagio B-Dur KV 411“ und das „Adagio und Rondo c-Moll KV 617“) zeitgenössischen Kompositionen gegenüber. Dabei handelt es sich um „Intarsi“ aus dem Jahre 1994 von Klaus Huber und um „Terzenseele“, das der Berliner Komponist Arnulf Herrmann 2004 schrieb.

Auf die Stunde genau, in der Mozart vor 250 Jahren geboren wurde, nämlich um 20 Uhr, beginnt am 27. Januar 2006 in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert zum Thema „Mozart & Bach“. Das Prager Kammerorchester spielt unter der Leitung von Gerd Albrecht neben Werken Mozarts auch Kompositionen von Johann Sebastian Bach und dessen jüngstem Sohn Johann Christian.

Quer durchs Opernschaffen des Jubilars: „Mozart pur“ bietet das Prager Kammerorchester unter Gerd Albrecht am Samstag, 28. Januar 2006, ab 20 Uhr. Bei dem Konzert erklingen Ausschnitte aus der „Serenata teatrale Ascanio in Alba“, aus den Opern „Mitridate“, „re di Ponto“, „Zaide“, „Lucio Silla“, „La finta semplice“, „La finta giardiniera“, „Figaros Hochzeit“, „La clemenza di Tito“, „Die Zauberflöte“, „Die Entführung aus dem Serail“ und „Così fan tutte“ sowie aus dem Singspiel „Bastien und Bastienne“ und der „Sinfonie D-Dur Nr. 45 KV 95“.

Wie aktuell ist Mozart heute? Diese Frage erörtert am 29. Januar 2006 ab 11 Uhr ein zeitgenössischer Kollege des Wiener Klassikers, der Komponist Matthias Pintscher, gemeinsam mit dem Dirigenten Gerd Albrecht. Bei der Sonntagsmatinée mit dem Titel „Mozart aktuell“ erklingen neben Mozart’schen Werken „Figura II – Frammento“, „Figura IV – Passaggio per quartetto d’archi“ und „a twilight’s song“ von Matthias Pintscher.

Klingende Geschichte: Am 23. März 1783 richtete Wolfgang Amadeus Mozart im Burgtheater Wien ein Konzert aus, bei dem er eigene Werke vorstellte – mit vollem Erfolg. „Das theater hätte ohnmöglich völler seyn können, und alle logen waren besetzt“, berichtete er dem Vater sechs Tage später. 223 Jahre später präsentiert die Alte Oper Frankfurt eine Wiederauflage der so genannten „Akademie Wien 1783“. Das Konzert findet am 29. Januar 2006 um 19 Uhr statt. Spiritus rector, Solist und Dirigent des Abends ist Christian Zacharias. Die Konzertarien und Passagen aus „Idomeneo“ und „Lucio Silla“ interpretiert die Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch. Es spielt das Orchestre de Chambre de Lausanne.

Telefonischer Kartenvorverkauf ist unter 069/1340-400 möglich.

Weiter Informationen und Preise für die einzelnen Veranstaltungen unter www.alteoper.de.

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