Diverses Hundt: Arbeitgeber stimmen Hartz-Konzept nur in Ur-Fassung zu

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat eine zunehmende Verwässerung des Konzeptes der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes beklagt.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat eine
zunehmende Verwässerung des Konzeptes der so genannten Hartz-
Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes beklagt. Die Arbeitgeber
könnten dem Konzept „dann, und nur dann“ zustimmen, wenn die
Kommission in zwei Wochen ihr ursprüngliches Konzept vorlege, sagte
Hundt am Montag in Berlin.

Die Regierungskommission habe ein Reformprogramm mit zum Teil
„gute Überlegungen“ vorgelegt, aus dem jetzt offenbar unter dem Druck
von SPD, Grünen und Gewerkschaften „entscheidende Säulen“ wieder
„herausgebrochen“ werden sollten. Als positive Überlegungen nannte er
im Niedriglohnsektor unter anderem die Anhebung der 350-Euro-Jobs auf
500 Euro oder die Ausweitung der Zeitarbeit.

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Zudem begrüßte er, dass nach ursprünglicher Fassung des Konzepts
Arbeitslosengeld nicht länger als zwölf Monate bezahlt werden sollte.
Längere Zahlungen hätten nach bisherigen Erkenntnissen zur
Verfestigung der Arbeitslosigkeit geführt.

Hundt sprach sich zum Abbau der Arbeitslosigkeit für ein
„ordnungspolitisch fundiertes Gesamtkonzept“ aus. Dieses müsse sowohl
eine Reform des Arbeitsrechtes, wie auch die Senkung der Steuer- und
Abgabenlast sowie eine Reform des Tarifrechtes umfassen.

Das Gegen-Konzept der Union unter Federführung von Kanzlerkandidat
Edmund Stoiber (CSU) und Wirtschaftsfachmann Lothar Späth (CDU) müsse
noch weiter im Detail ausformuliert werden, bevor es von den
Arbeitgebern abschließend beurteilt werden könne. Die bisherigen
Ansätze seien zu begrüßen, sagte Hundt. (dpa)

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