Diverses HWWA sieht leichten Aufschwung

Das HWWA sieht die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten mit gedämpftem Optimismus. "Es geht aufwärts, aber ohne viel Schwung", so der Chef des HWWA, Thomas Straubhaar.

Das HWWA sieht die wirtschaftliche Entwicklung in
den kommenden Monaten mit gedämpftem Optimismus. „Es geht aufwärts,
aber ohne viel Schwung“, sagte der Chef des Hamburgischen Welt-
Wirtschafts-Archivs (HWWA), Thomas Straubhaar, am Montag in Hamburg.
Der Aufschwung werde im zweiten Halbjahr an Dynamik und Breite
gewinnen, doch sei wegen der schwachen Entwicklung in der ersten
Jahreshälfte nur mit einem Wachstum von 0,7 Prozent im
Jahresdurchschnitt zu rechnen. Für das nächste Jahr sagen die HWWA-
Volkswirte dann 2,3 Prozent Wachstum voraus, wobei sich die Dynamik
im Jahresverlauf schon wieder abschwächt.

„Der Arbeitsmarkt bleibt von der konjunkturellen Entwicklung
nahezu unbeeinflusst“, sagte Straubhaar. Erst zum Ende dieses Jahres
werde sich eine Wende zum Besseren ergeben. Im laufenden Jahr
erwartet das HWWA gut vier Millionen Arbeitslose, im kommenden Jahr
nur geringfügig weniger. 

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Die Vorschläge der Hartz-Kommission können nach Einschätzung des
HWWA die Arbeitslosigkeit nicht nachhaltig senken. Das gelte selbst
dann, wenn sie vollständig umgesetzt würden. «Die Vorschläge der
Kommission zielen darauf ab, Arbeitslose effizienter zu verwalten und
schneller zu vermitteln», sagte Straubhaar. „Dagegen ist gar nichts
zu sagen. Aber neue Arbeitsplätze werden so nicht entstehen.“ Das
gelte besonders für Ostdeutschland.

Nach Meinung des HWWA-Präsidenten gehen die Vorschläge des VW-
Vorstands Peter Hartz und seiner Kommission an wesentlichen Problemen
des Arbeitsmarktes vorbei. „Die Kommission hat nur das Arbeitsangebot
zum Thema gemacht; zur Arbeitsnachfrage sagt sie leider nichts“,
erklärte Straubhaar. „Sie will Feuer löschen und strebt weniger
danach, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Es gehe aber
darum, mehr neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu müsse der
Arbeitsmarkt von Regulierungen befreit und die Wachstumskräfte
entfesselt werden. (dpa)

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