Diverses „Ich war nicht radikal genug“

Erst waren sie Chefinnen wider Willen: Doch letztlich haben Witwen wie Gloria von Thurn und Taxis ihre Familienfirmen gerettet.

impulse: Was hat Sie am meisten
verblüfft, als Sie im Schloss
die Geschäfte übernahmen?

Gloria von Thurn und Taxis: Wie entscheidungsschwach die Mitarbeiter waren.
Wie ungern man sich auf neue Abläufe einließ, die Sorge vor Prestigeverlust. Ich hätte nie gedacht, dass so tüchtige Leute, wie ich sie hatte, so ängstlich sein können.

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War vorher der Fürst so übermächtig, dass man wieder auf jemanden gewartet hat, der allen sagt, wo es langgeht?

Nein, die Prinzipale im Hause Thurn
und Taxis haben sich um das operative war immer in der Hand von Exekutiv-Leuten, die ihre Marschrichtung zwar mit dem Prinzipal abgestimmt hatten, aber dann doch weit gehend nach ihren
Vorstellungen agieren konnten.

Worin lag dann das Problem?

Die Leute waren es gewohnt, dass man auch unprofitable Betriebe nicht fallen lässt. Motto: Wie sähe das aus, wenn der Fürst einen Betrieb schließt und die Leute auf der Straße stehen. Der Turnaround wird schon kommen. Bis dahin doktern wir weiter vor uns hin.

Das vollständige Interview können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 86, nachlesen.

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