Diverses „Immer im Gedächtnis der Leute bleiben“

Tagsüber Unternehmer, abends Politiker: Um für die FDP im nächsten Jahr in den Bundestag einzuziehen, schlüpft Manfred Todtenhausen täglich in verschiedene Rollen. Wie er um das ticket nach Berlin kämpft, schreibt Todtenhausen in seinem impulse-Online-Tagebuch.

Wochenende 8. und 9. November

Was war das für ein Wochenende! Am Freitag wurde beim Landesvorstand die Vorschlagsliste
des Landesvorstands beschlossen. Eigentlich war bis Platz 18 alles unspektakulär. Vorgesehen war eine Einzelwahl bis Platz 25. Auf Platz 18 haben Frau Molitor aus Aachen, Herr Terwiesche von Niederrhein und ich kandidiert. Zum ersten mal drei Kandidaten auf einen Platz.

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Im ersten Wahlgang lautete das Ergebnis: fünf Stimmen Terwiesche, zwölf Todtenhausen, 17 Molitor. Die Stichwahl brachte 16 Todtenhausen, 19 Molitor. Knapp und ehrenvoll gegen eine nette und sehr sympatische Gegenkandidatin mit 3 Stimmen gescheitert. Es fällt mir dann auch schwer, gegen eine nette Frau anzutreten. Da ich nicht „durchgereicht“ werden wollte, hab ich mich dort eingereiht, wo es mein Bezirksvorsitzender für mich dann neu verhandelt hat. Platz 22, den ich dann einstimmig bekommen habe. Mit diesem Listenplatz käme ich bei einem Wahlergebnis von circa 16 Prozent für die FDP in den Bundestag.

Da uns die Umfragen derzeit bei 12-13 Prozent bundesweit und 13-14 Prozent in Nordrhein-Westfalen sehen, gibt mir dieser Listenplatz einen besonderen Ansporn für einen intensiven, bürgernahen Wahlkampf. Viele haben mich hinterher gefragt, warum ich nicht auf einen der vorderen Plätze kandidiert hätte, meine Rede wäre eine der besten gewesen. Naja, damit kann ich mich zwar auf einen Wahlkampf einstellen, aber meine Lebensumstände werden sich vermutlich nicht ändern. Immerhin haben es andere Unternehmer geschafft.

Start

Als Unternehmer hat man sowieso immer einen vollen Terminkalender, meiner wurde noch voller als ich in die Politik gegangen bin. Jetzt, als Bundestagskandidat, bleibt kaum Platz im Terminplan. Selbst an Sonntagen gibt es noch Pflichttermine wie zum Beispiel Preisverleihungen. Einladungen auszuschlagen, kommt nicht in Frage – schließlich ist es wichtig, im Gedächtnis der Leute zu bleiben.

Eigentlich jeden Tag ziehe ich nach der Arbeit den Anzug an und gehe auf politische Termine: Mitgliederversammlung der liberalen Senioren, Eröffnung einer Skaterhalle, Landes- und Bezirksvorstandssitzungen und natürlich Ausschusssitzungen im Stadtrat. In zwei Wochen ist der erste entscheidende Termin: Am 9.11. ist die Landeswahlsitzung, dort werden die Listenplätze festgelegt. Mein Ziel: Irgendwo zwischen Platz 16 und 18 zu landen. Weil die Kandidaten von den Bezirksvorständen und dem Landesvorstand ausgehandelt werden, bin ich in erster Linie damit beschäftigt, den Entscheidern zu zeigen, das ich kompetent in meinen Themen bin.
Außerdem hat die Mitgliederzahl der einzelnen Bezirke einen Einfluss auf die Anzahl der Kandidaten die ausgewählt werden. Also: Am 9.11. heißt es Daumen drücken, damit auch alles klappt!

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