Diverses Impulse: Mit der Riester-Rente Sozialabgaben sparen

Bis zu 440 Euro können Firmenchefs mit der Riester-Rente jährlich an Sozialabgaben sparen, wenn der Arbeitnehmer Teile seines Gehalts in eine Betriebsrente umwandelt.

Bis zu 440 Euro können Firmenchefs mit der Riester-Rente jetzt jährlich an Sozialabgaben sparen. Das ist das Ergebnis einer Analyse unterschiedlicher Renten-Modelle durch das Wirtschaftsmagazin impulse. Danach spart das Unternehmen bis zum Jahr 2008 Sozialabgaben, wenn der Arbeitnehmer Teile seines Gehalts in eine Betriebsrente umwandelt. Bei der Entscheidung des Arbeitgebers zwischen Unterstützungskasse, Direktzusage, Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung gibt es drei Arten, wie Betriebsrentenbeiträge belohnt werden: Entweder erhält der Mitarbeiter je nach Familiensituation eine staatliche Zulage zu seinen Beiträgen. Oder die Beiträge bleiben frei von Steuer und Sozialversicherung. Oder sie werden pauschal mit 20 Prozent versteuert.

Dabei sind mit großen Steuerfreibeträgen geförderte Unterstützungskassen bei hohen Beiträgen ein gutes Modell. Direktzusagen bieten ebenfalls hohe Steuerfreibeträge. Das Problem ist, dass Direktzusagen in der Bilanz auftauchen, und es deshalb für das Unternehmen schwerer werden kann, an Kredite zu kommen. Pensionsfonds sind dann geeignet, wenn die Mitarbeiter ihr Geld in Aktien investieren wollen. Für den Arbeitgeber, fallen allerdings zusätzlich die Kosten für den Pensionssicherungsverein an. Pensionskassen belasten das Unternehmen kaum und die Förderung finanziert der Arbeitgeber aus den gesparten Sozialabgaben. Direktversicherungen bedeuten wenig Aufwand und werden mit Zusatzleistungen problemlos Riester-fähig.

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Hat der Unternehmer eine betriebliche Altersvorsorge gewählt, muss er noch den richtigen Anbieter suchen. Der sollte sich mit seiner Software direkt in die Lohnbuchhaltung einklinken können, um den Aufwand zu verringern. Darüber hinaus sollte der Anbieter alle Versorgungswege offerieren, damit bei Bedarf flexibel gewechselt werden kann. Dabei können Unternehmer sogar selbst von der Förderung profitieren: Stellt der Firmenchef den Ehepartner etwa auf 325-Euro-Basis an, zahlt der Partner Sozialversicherungsbeiträge und schließen beide private Rieser-Verträge ab, erhält der nicht renten-versicherungspflichtige Chef die Zulagen geschenkt, ohne selbst zu zahlen.

Lesen sie mehr zum Thema in Impulse Heft 08/2002

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